
WM-Tickets an der Supermarktkasse: Um die restlichen rund 500 000 Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) abzusetzen, werden diese im Gastgeberland ab Donnerstag (15. April) über den Ladentisch verkauft. Kritiker sagen, die Karten würden verramscht, um die Stadien zu füllen. Die WM-Organisatoren sprechen dagegen von einem Prozedere, das von langer Hand so geplant worden sei.
"Mit dem Verkauf über den Ladentisch kommen wir nun einem wichtigen Bedürfnis der Fans nach", sagte WM-OK-Chef Danny Jordaan: "Wir freuen uns über diese neuen Maßnahmen, die das Verfahren für jedermann noch einfacher machen. Alle sollen die Möglichkeit haben, bei dieser WM dabei zu sein."
Tickets in Einkaufszentren und Supermärkten
Die fünfte und letzte Verkaufsphase sieht vor, dass in Einkaufszentren der neun WM-Städte und auch in Supermarktketten Tickets angeboten werden. Außer für das Finale am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg sind noch Karten für alle WM-Spiele erhältlich.
Nach Angaben des Weltverbandes Fifa wurden bislang 2,2 Mill. Karten abgesetzt. In der vierten und vorletzten Verkaufsphase waren 240 000 Tickets an den Fan gebracht worden, 85 Prozent davon an Bewohner Südafrikas. "Dank zahlreicher zusätzlicher Maßnahmen haben die Fußballfans in dieser letzten Phase alle Möglichkeiten, Karten zu kaufen", sagte Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke: "Wir haben das Verfahren für alle Fans erleichtert und geben ihnen hiermit die letzte Chance, bei der ersten Weltmeisterschaft in Afrika hautnah dabei zu sein."
Kritik an der Bürokratie
Nachdem bislang hauptsächlich via Internet bzw. über eine südafrikanische Bank WM-Tickets erworben werden konnten, haben nun die Einheimischen die Gelegenheit, ihre Karten ohne viel Bürokratie am Ladentisch zu kaufen und bar zu bezahlen.