
HB BERLIN. Magath bestätigte am Montagabend Medieninformationen, wonach italienische Club-Offizielle am Vormittag auf der Schalker Geschäftsstelle verhandelt und am Nachmittag Einigung mit den Beratern des 27 Jahre alten Stürmers erzielt hätten. Und am Dienstagvormittag wurde ein weiterer spektakulärer Deal öffentlich: Der spanische Mittelfeldspieler Jose Manuel Jurado wechselt von Atletico Madrid ins Ruhrgebiet. Das bestätigte der spanische Erstligist und Europa-League-Sieger auf seiner Internetseite. "Atletico hat mit Schalke 04 eine Einigung über den Transfer von Jose Manuel Jurado erzielt", hieß es dort.
Schalke greift für die beiden Transfers tief in die Tasche: Für den niederländischen Vize-Weltmeister, um den die Knappen lange gebuhlt hatten, zahlt laut "Bild" rund 14 Mio. Euro für Huntelaar, der früher auch bei Ajax Amsterdam und Real Madrid spielte. Die Ablösesumme für den 24-jährigen Jurado soll laut spanischen Medienberichten zwischen elf und 13 Mio. Euro liegen.
Unbekannt ist dagegen, was die dritte Neuerwerbung des Dienstags Schalke kostet: Nach Informationen des „Kicker“ wurde auch Abwehrspieler Nicolas Plestan vom französischen Erstligisten OSC Lille verpflichtet. Mit der Verpflichtung des 29 Jahre alten Innenverteidigers habe Magath auf die bisher bedenklichen Vorstellungen der Schalker Defensive um den zuletzt umstrittenen Neuzugang Christoph Metzelder reagiert. „Schon die Spiele in Aalen und Hamburg hatten gezeigt, dass wir im Abwehrzentrum nicht so sicher stehen“, wird Magath zitiert. Dass Plestan in der vorigen Saison nur fünf Partien für Lille bestritt, habe Magath nicht abgeschreckt. „Er war verletzt und nicht bereit, seinen Vertrag dort zu verlängern“, sagte der Schalker Manager und Trainer.
Magath hatte nach dem enttäuschenden Bundesliga-Start mit zwei Niederlagen aus Sorge um das Leistungsvermögen seiner Mannschaft bereits Verstärkung angekündigt.
Damit stehen die Arbeiten auf der Großbaustelle vor dem Abschluss: Nach zwölf Zugängen und 15 Abgängen hat sich der Kader des Meisterschaftszweiten der vorigen Saison stark verändert. Die Trennung von Großverdienern wie Rafinha, Marcelo Bordon, Heiko Westermann und Kevin Kuranyi schaffte den nötigen finanziellen Spielraum.