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Internationale Rangliste: Bundesliga erringt Top-Platzierung beim Umsatz

exklusivDie Fußball-Bundesliga ist beim Umsatz die sechststärkste Liga der Welt, zeigt eine Analyse von Deloitte. Besser sind nur vier US-Ligen und die englische Premier League. Doch die Bundesliga hat noch viel Potenzial.

Der Bayernspieler David Alaba im Kopfballduell mit dem Dortmunder Kevin Grosskreutz. Quelle: dapd
Der Bayernspieler David Alaba im Kopfballduell mit dem Dortmunder Kevin Grosskreutz. Quelle: dapd

KölnDie stärkste Liga der Welt fiebert ihrem Finale entgegen. Am Sonntag, 5. Februar, spielen die New England Patriots und die New York Giants im Lucas Oil Stadium in Indianapolis um die Super Bowl. Das Endspiel der US-amerikanischen Football-Liga NFL ist eines der globalen Mega-Sportevents schlechthin – weltweit werden Hunderte Millionen Fans das Spektakel verfolgen.

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Wirtschaftlich belegt die NFL mit einem Umsatz von umgerechnet 6,7 Milliarden Euro unangefochten Rang eins der internationalen Weltrangliste der Sportligen, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ermittelt hat. In dem Ranking, das die Transfereinnahmen nicht berücksichtigt, steht die Bundesliga auf Platz sechs mit 1,75 Milliarden Euro Umsatz für die vergangenen Saison. Am Mittwoch gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) die jüngsten Zahlen bekannt und kam inklusive Transfers auf rund 1,94 Milliarden Euro Umsatz.

Die größten Sportligen der Welt (Ranking nach Umsatz)

  • 1. National Football League (NFL)

    Gesamtumsatz: 6,7 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 32

    Umsatz pro Team: 208,61 Millionen Euro (1. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 67.400 (1. Platz in dieser Kategorie)

    Quelle: Deloitte

  • 2. Major League Baseball (MLB)

    Gesamtumsatz: 5,0 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 30

    Umsatz pro Team: 167,49 Millionen Euro (2. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 30.400 (4. Platz in dieser Kategorie)

  • 3. National Basketball Association (NBA)

    Gesamtumsatz: 3,1 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 30

    Umsatz pro Team: 102,88 Millionen Euro (4. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 17.300 (5. Platz in dieser Kategorie)

  • 4. Premier League

    Gesamtumsatz: 2,7 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 20

    Umsatz pro Team: 137,10 Millionen Euro (3. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 35.400 (3. Platz in dieser Kategorie)

  • 5. National Hockey League (NHL)

    Gesamtumsatz: 2,1 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 30

    Umsatz pro Team: 69,39 Millionen Euro (6. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 17.100 (6. Platz in dieser Kategorie)

  • 6. Fußball-Bundesliga

    Gesamtumsatz: 1,7 Milliarden Euro

    Anzahl der Teams: 18

    Umsatz pro Team: 92,44 Millionen Euro (5. Platz in dieser Kategorie)

    Zuschauer im Schnitt: 42.000 (2. Platz in dieser Kategorie)

Innerhalb der vergangenen vier Jahre stieg der Umsatz der Bundesliga um insgesamt 24 Prozent, teilte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, in Frankfurt mit. Er blickte zuversichtlich in die Zukunft: „Der Profifußball hat weiterhin gute Aussichten, eine Erfolgsgeschichte zu bleiben.“ Auch Stefan Ludwig, Leiter Sport Business bei Deloitte, hält neidvolle Blicke ins Ausland für unnötig: „Die Bundesliga kann sich im internationalen Vergleich selbstbewusst zeigen.“

Vier US-Ligen finden sich auf den ersten sechs Plätzen der Deloitte-Rangliste – neben Football sind auch Baseball (MLB – Rang zwei), Basketball (NBA – Rang drei) und Eishockey (NHL – Rang fünf) vertreten. „Sie profitieren davon, dass sie mit den USA und Kanada ein viel größeres Einzugsgebiet haben. Zudem ist der finanzielle Spielraum der Medien beim Erwerb der Übertragungsrechte größer“, sagt Ludwig. „Hier liegen die Ergebnisse weit auseinander.“ Allein den Fußballklubs der englischen Premier League (Rang vier) ist es – ebenfalls dank eines lukrativen TV-Vertrags – gelungen, beim Gesamtumsatz eine der großen US-Ligen hinter sich zu lassen.

Rekordumsätze der Bundesliga Was die Liga so erfolgreich macht

  • Rekordumsätze der Bundesliga: Was die Liga so erfolgreich macht
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„Die Premier League ist im Vergleich zur Bundesliga auf absehbare Zeit so weit entrückt, es wäre vermessen, sie als Maßstab zu nehmen“, sagt Ludwig. Die Erlöse der englischen Premier League aus der nationalen Vermarktung seien seit Jahren durch den Erfolg von Sky UK mit über zehn Millionen Abonnenten begünstigt, sagt Ludwig. „Zusätzlich ist die Premier League mit Abstand das umsatzstärkste Produkt in der internationalen Vermarktung.“

  • 26.01.2012, 11:45 UhrMichelowitsch

    „Luft nach oben“ dagegen sieht Grothe bei den Tickets. „Hier sind bewusst sehr volkstümliche Preise gewählt worden – Preise, die deutlich unter denen in der Premier League liegen,

    Es gab hier die Anspielung zur PL, bedacht hat der Herr nicht, dass in England kaum junge Leute zum Fussball gehen können, auf Grund der immensen Kosten. Es ist ja nicht nur die Karte, die man zahlen muss, sonder Fahrtkosten, Essen, Trinken… Somit sperrt man dort zukünftige Kunden wohl schon jetzt aus...Die Stimmung leidet auch immer mehr darunter.
    Somit will man wohl auch die BL zum Produkt machen, was aber dann im Vergleich zu den anderen großen 5 dazu führen wird, das sie ihre Ausstrahlungskraft verliert.

  • 26.01.2012, 11:20 UhrNT82

    Sehe ich auch so! Zumal man mal beachten muss das Sänger/in oder Musikgruppen alle 2,3 oder 4 Jahre mal zu Konzerten nach Deutschland kommen! Das ein Fan oder Musikbegeisteter dann auch einen höheren Preis zahlt ist nachvollziehbar! Aber die gleichen Preise für ein Bundesligateam zu bezahlen das min. 17 Heimspiele im Zeitraum von August bis Mai hat, dazu wären wohl die wenigsten bereit!
    Oder sehe ich das alleine nur so?

  • 26.01.2012, 09:31 UhrIbot

    luft nach oben wird bei den tickets gesehen, da konzertkarten auch gegen 100€ gehen.
    na dann viel spaß. ein tag im stadion mit karte verpflegung kosten schon ca. 50€ und das kann sich schon nicht jeder nebenbei leisten

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