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Neues WM-Trikot: Enges DFB-Shirt für volle Adidas-Kassen

Mit der Präsentation des neuen DFB-Outfits setzt Adidas seine Vermarktungsmaschine zur Fuball-WM 2010 in Gang. Der Ausrüstervertrag beschert dem Unternehmen Einnahmen in Millionenhöhe.

Die Nationalspieler Michael Ballack (v.li.), Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Peer Mertesacker präsentieren das neue Nationalmannschaftstrikot für die Fußball-WM 2010. Quelle: dpa
Die Nationalspieler Michael Ballack (v.li.), Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Peer Mertesacker präsentieren das neue Nationalmannschaftstrikot für die Fußball-WM 2010. Quelle: dpa

HERZOGENAURACH/KÖLN. Es ist ein weißes Hemd mit dünnen Streifen in schwarz-rot-gold, das dem Sportartikelhersteller Adidas das nächste Geschäftsjahr retten soll: Zusammen mit Michael Ballack, Philipp Lahm und Franz Beckenbauer hat Adidas am Dienstag in Herzogenaurach das neue Trikot der Nationalmannschaft vorgestellt. Auch dank technischer Neuerungen hofft Adidas, mit dem Shirt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 hin einen Kassenschlager entwickelt zu haben: Der enge Schnitt und in die Fasern eingewebtes Polyurethan sollen für eine bessere Durchblutung der Muskeln sorgen und die Körperwärme während des Spiels besser speichern. Auch auf der Fan-Couch kann das schließlich nicht schaden.

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Unabhängig davon, ob die Neuerungen tatsächlich die Siegchancen der Nationalelf verbessern, scheint ein Gewinner schon festzustehen: Für Adidas ist der Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) eine äußerst lukrative Einnahmequelle. Seit über 50 Jahren versorgt der Sportartikelhersteller die DFB-Mannschaft. Vor großen Turnieren wie der Weltmeisterschaft ist der Verkauf der Fußballhemden ein Garant für hohe Umsätze. "Schon Bundesligaklubs erzielen regelmäßig locker sechsstellige Absatzzahlen. Weil die Nationalmannschaft auch Zuschauer erreicht, die sich sonst nicht für Fußball interessieren, sind die Verkaufserlöse hier noch deutlich höher", sagt Arnd Hovemann, Fußball-Experte im Beratungsunternehmen Ernst & Young.

Rund 70 Euro müssen Fans für ein Nationalmannschaftstrikot bezahlen. Adidas rechnet damit, bis zum Ende der WM in Südafrika zwischen 500 000 und einer Millionen Stück davon abzusetzen. Das läge zwar unter den Verkaufszahlen vom WM-Jahr 2006 - damals hatte Adidas 1,5 Millionen Deutschland-Trikots verkauft. Doch das Turnier im eigenen Land sei schließlich eine besondere Konstellation gewesen, heißt es aus dem Unternehmen. "Wie erfolgreich Adidas mit dem DFB-Trikot im nächsten Jahr sein wird, hängt ganz entscheidend davon ab, ob es der Mannschaft gelingt, im Vorfeld der WM eine ähnliche Euphorie zu erzeugen", sagt Hovemann.

Schon jetzt erwartet der Sportartikelhersteller, im kommenden Jahr Rekordeinnahmen mit seinen Fußballprodukten. Während die Umsätze des Konzerns insgesamt schrumpfen, ist das Fußball-Geschäft einer der wenigen Wachstumsbereiche. Befeuert von der Weltmeisterschaft erwartet Adidas in diesem Zweig Einnahmen von deutlich über 1,3 Mrd. Euro. Damit würden Trikots, Fußballschuhe und Bälle ein Zehntel des gesamten Konzernumsatzes ausmachen - mehr als jemals zuvor.

  • 10.11.2009, 17:32 UhrAnonymer Benutzer: Bauchfussel

    Das Foto sieht sehr sehr vielversprechend aus. Endlich mal wiede ein tolles Trikot der Nationalmannschaft! Klassisch & getreu dem Motto "weniger ist mehr". Keine Firlefanz-Linien oder -Farben mehr. Kompliment an die Designer, ich bin begeistert!

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