
Um 17.30 Uhr war es soweit: Der Airbus der Lufthansa landete mit den Champions-League-Siegern 2013 an Bord wieder auf deutschem Boden.

Ein aufgemalter Bayern-Schal und die Worte „Gratulation!“ zierten die Maschine. Wer bis jetzt noch nicht verstanden hatte, wer in dem Flugzeug saß, dürfte es spätestens dadurch bemerkt haben.

Der Pilot persönlich schwenkte die Bayern-Fahne aus dem Cockpit. Die war immerhin echt und nicht aufgemalt.

Die Ersten, die aus dem Flugzeug traten: Kapitän Philipp Lahm und Trainer Jupp Heynckes. Mit im Handgepäck: den Champions-League-Pokal.

Je eine Hand am Henkelpott präsentierten die beiden Führungspersönlichkeiten die Trophäe. Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller hielten stattdessen Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „Überflieger 2013“ in die Höhe.

Begrüßt wurde die Mannschaft von Medienvertretern – und strömendem Regen. Fans: Fehlanzeige.

Als die Spieler wieder Münchner Boden unter den Füßen hatten, schnappte sich Siegtorschütze Arjen Robben den Pokal...

...und verstaute ihn schnell im wartenden Mannschaftsbus. Eine Dame machte prompt ein Erinnerungsfoto mit ihrem Smartphone.

Die Münchner verschwanden in den Bus. Ein Mann machte noch schnell ein Foto. Und das war's. Keine Feier mit den Fans, keine Fahrt ins Stadion. So feiern also Sieger.
Um 17.30 Uhr war es soweit: Der Airbus der Lufthansa landete mit den Champions-League-Siegern 2013 an Bord wieder auf deutschem Boden.
2. Erlöse der Champions League anders verteilen
In der Champions League kann man reich werden. Allein schon durch die Gruppenphase erhalten alle Teilnehmer hohe fixe Erlöse. Wer entsprechend weiterkommt, verdient noch mehr. Um dem entgegenzuwirken, könnte die Uefa das K.o.-System von der ersten Runde an wiedereinführen. Diese Maßnahme würde den Vereinen die Planungssicherheit nehmen. Man könnte auch den aktuellen Modus beibehalten und stattdessen das Geld anders verteilen. Zum Beispiel, indem man einen Teil der Erlöse an einen nationalen Pool ausschüttet.
3. Bosman-Regel abschaffen
Im Jahr 1995 entschied der Europäische Gerichtshof im berühmten Bosman-Urteil: Erstens dürfen Profifußballer nach Vertragsende ablösefrei wechseln. Zweitens sind Ausländerquoten, wie sie im europäischen Teamsport bis dahin üblich waren, abzuschaffen. Das Urteil, das im Sinne des individuellen Arbeitsrechts getroffen worden war, hatte einen Machtgewinn der Spieler und ihrer Berater zur Folge. Es ging zu Lasten der kleinen und mittleren Vereine.
Die Champions League bleibt für die UEFA und die teilnehmenden Fußball-Clubs ein florierendes Geschäft. Für diese Spielzeit hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Prämien nochmals erhöht. 910,3 Millionen Euro werden in der Champions League ausgeschüttet, gut 150 Millionen Euro mehr als in der Vorsaison und so viel wie nie zuvor.
Als fixe Startprämie können alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro verbuchen - 1,4 Millionen mehr als in der Saison 2011/12. In der Summe winken dem Nachfolger des FC Chelsea als Champions-League-Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro.
Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million Euro, für jedes Unentschieden halb so viel. Erfolg zahlt sich auch in der K.o.-Runde richtig aus. 3,5 Millionen Euro überweist die UEFA für den Achtelfinal-Einzug, weitere 3,9 Millionen für das Erreichen des Viertelfinales. Die Halbfinalisten erhalten 4,9 Millionen Euro, der unterlegene Finalist 6,5 Millionen. Der Sieger des Endspiels am 25. Mai 2013 im Londoner Wembleystadion bekommt 10,5 Millionen Euro überwiesen.
Neben den fixen Start- und Siegprämien kommen noch die Gelder aus dem Marktpool hinzu - insgesamt 409,6 Millionen Euro. Hier basiert die Summe auf einem speziellen nationalen Faktor, für den auch das Abschneiden der jeweiligen Clubs in ihren Ligen ausschlaggebend ist. Durch das Ausscheiden von Borussia Mönchengladbach kassieren Borussia Dortmund (45 Prozent) und Bayern München (35 Prozent) je fünf Prozent mehr, als wenn sich der Bundesliga-Konkurrent in den Playoffs durchgesetzt hätte. Für den FC Schalke 04 bleibt der Prozentsatz am „deutschen Kuchen“ bei 20 Prozent. Letztlich können die Clubs je nach Erfolg nochmals mit einem zweistelligen Millionenbetrag rechnen.
Durch den Finaleinzug haben sowohl Bayern als auch Dortmund in diesem Jahr bereits jeweils mindestens 60 Millionen Euro in der Champions League eingenommen.
Deutlich aufgewertet wurde die Europa League. Dennoch sind die Gelder im Vergleich zur Königsklasse nur ein Trostpflaster. Im kleinen Europacup fließen in dieser Saison 208,75 Millionen Euro an die 48 Vereine. 1,3 Millionen Euro beträgt das Startgeld. Pro Sieg gibt es 200 000 Euro, pro Remis 100 000. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger beim Finale in Amsterdam am 15. Mai 2013 fast zehn Millionen Euro einstreichen.
"Weil die EU den Sport als eine wirtschaftliche Tätigkeit wie alle anderen betrachtet, weil sie den nationalen Charakter des Fußballs zugunsten einer künstlichen europäischen Dimension aufgegeben hat und weil sie ihr deregulierendes Primat für den freien Warenverkehr verteidigen wollte, hat die EU dem Fußball ein hyperkapitalistisches Element eingeschrieben: das Bosman-Urteil." Das sagt der ehemalige Fifa-Manager Jerome Champagne, dem Ambitionen auf die Nachfolge Joseph Blatters nachgesagt werden. Die Bosman-Regel habe "Elitismus und die Konzentration auf wenige wichtige Spieler und Vereine" verursacht, sagt der Franzose. Er fordert:
a) Ablösesummen auch nach Vertragsende wiedereinführen: Das Bosman-Urteil hat vor allem die großen, reichen Vereine gestärkt. Die kleineren sehen sich nämlich fast dazu gezwungen, ihre Spieler ein Jahr vor Ablauf des Vertrags zu verkaufen, damit sie eine Ablösesumme erhalten. Beispiele: Marco Reus bei seinem Wechsel von Gladbach nach Dortmund vor einem Jahr. Vor einem ähnlichen Problem steht nun Borussia Dortmund mit Robert Lewandowski.
b) Ausländerquoten wiedereinführen: In der Fifa werden immer mal wieder Quotenregeln diskutiert, zum Beispiel die 6+5-Regel, nach der mindestens sechs von elf Spielern für das einheimische Land spielberechtigt sein müssen. Oder die 4+4-Klausel, die besagt, dass im Kader eines Vereins vier Spieler im Verein, vier weitere im Verbandsgebiet ausgebildet sein müssen.
Eine Wiedereinführung der Quote hätte gravierende Auswirkungen. In den Profifußball-Mannschaften der EU-Staaten ist der Anteil an ausländischen Arbeitskräften vier bis fünf Mal so hoch wie der Durchschnitt der Arbeitswelt (8%).
Ausländerquote klingt nach Diskriminierung, doch "sie würde Talent gleichmäßiger unter den Vereinen verteilen", sagt Quitzau.

Salary Cap wurde schon genannt und würde ich auch gut finden.
Aber wichtiger ist der Punkt wo das Geld zu Finanzierung des Kaders her kommt.
Die Finanzierung müsste sich wie folgt zusammensetzen (Prozentangaben nur Beispiele):
- 70% Ticketing
- 10% Fernsehvermarktung
- 10% Merchandising
- 10% Sponsoring
Somit haben die Vereine mit hohen Fanaufkommen ein Vorteil den nicht einfach ein Investor stopfen kann. Aber die Schere zwischen Arm und Reich ist nicht so groß.
So eine Lösung geht natürlich nur Europaweit oder in Liga 2 und 3 vorerst. Ähnlich wie in der USA muss die Liga als das Produkt gesehen werden welches interessant gehalten muss nicht die einzelnen Vereine.

Jaja, dieses "Argument" kommt immer.
Macht es Ihnen wirklich Spaß, wenn der Gegner nicht mehr satisfaktionsfähig ist ? Wirklich ?

Wenn Neid ein schlechter Ratgeber ist warum folgen Ihm dann so viele und werden Bayern-Fans? Ich sehe zumindest keinen anderen rationellen Grund warum z.B. ein Berliner dem FCB die Daumen drückt und nicht der Hertha. Neid lässt uns letztendlich den erfolgreichen Vereinen hinterherlaufen.
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