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Transfer zu Real Madrid: RWE darf Geld für Mesut Özil behalten

Im August 2010 zahlte Real Madrid mehr als 250.000 Euro an Rot-Weiss Essen. Erst jetzt steht: Der Regionalligist darf das Geld behalten. Die Zahlung ist eine Ausbildungsentschädigung für Nationalspieler Mesut Özil.

Real Madrids Mesut Özil (l.) spielte in der Jugend auch für Rot-Weiss Essen. Quelle: dpa
Real Madrids Mesut Özil (l.) spielte in der Jugend auch für Rot-Weiss Essen. Quelle: dpa

Essen/DüsseldorfFußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen darf seinen Anteil am Millionentransfer von Nationalspieler Mesut Özil von Werder Bremen zu Real Madrid behalten. Das hat am Dienstag das Landgericht Düsseldorf entschieden. Es wies eine Klage des Insolvenzverwalters des früheren RWE-Vorstands Stefan Meutsch als unbegründet ab (AZ: 6 O 329/11). Es bestehe kein Anspruch des Klägers auf Auszahlung der insgesamt 255.000 Euro, betonte der Richter.

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Dabei handelt es sich um den vom Weltverband Fifa bei einem Transfer vorgeschriebenen und der Ablösesumme angemessenen Solidaritätsbeitrag für die Vereine, die an der Ausbildung des Spielers beteiligt waren. Özil spielte von 2000 bis 2005 für Rot-Weiss Essen. Daher stehen RWE nach den Fifa-Statuten als Solidaritätsbeitrag 1,5 Prozent der von Real Madrid an Werder Bremen gezahlten Ablösesumme von 15 Millionen Euro zu.

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Das Geld gehöre in die Konkursmasse der Pleitefirma des Ex-Vereinsvorstands, meinte der Insolvenzverwalter und klagte. Anlass waren Zahlungen von Meutsch's früherer Firma an den Verein. Über die Vereinigten Verlagsanstalten (VVA) waren zwischen 2007 und 2009 die Gehälter einiger Spieler von RWE gezahlt worden. Als Sicherheit wurden Meutsch in zwei Verträgen aus 2008 und 2009 die Erlöse aus Spielerverkäufen zugesichert.

Das gelte ebenso für die Transfers der Folgejahre, also auch den Wechsel Özils von Werder Bremen zu Real Madrid im August 2010, hatte der Insolvenzverwalter argumentiert. Das sah Richter Joachim Matz anders. Der Geldsegen aus Madrid kam für den Essener Club im August 2010 zur rechten Zeit. Denn RWE ging im Juni 2010 in die Insolvenz, seit Juli 2010 ist der Verein mit dem Abschluss des Verfahrens schuldenfrei.

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