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Das Ende von Barcas kommerzfreier Brust

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Qatar war zunächst eine Art zweite Unicef

Den lukrativen Werbeplatz auf der Brust hatte zur Saison 2011/12 nämlich ein anderer belegt. Neuer Trikotsponsor wurde die Qatar Foundation – eine Organisation, die ebenfalls gemeinnützig arbeitet und Bildungsprojekte im arabischen Raum finanziert. Eine Art Unicef zwei – auf den ersten Blick

„In Wirklichkeit war schon der Deal vor zwei Jahren ein kommerzieller Vertrag“, sagt Rohlmann. Und zwar ein ziemlich deftiger. Mit einer Summe von 30 Millionen Euro pro Saison der höchstdotierte Trikotsponsoringvertrag im Profifußball. Die Rechnung zahlte Qatar Sports Investment (QSI), eine eng mit dem Königshaus von Katar verflochtene Holding, die auch die Mehrheit am französischen Topklub Paris St. Germain hält und dort Millionen in die Mannschaft pumpt.

Geldgeber auf dem Hemd Die umstrittensten Sponsoren der Bundesliga

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Viele Fans des FC Barcelona waren mit dem Deal und mit dem Sponsor nicht einverstanden. Sie kritisierten die Menschenrechtssituation in Katar und stellten sich generell dagegen, dass ihr besonderer Klub seine Trikots als gewöhnliche Werbefläche vermarktet. Der Druck der Fans wurde so groß, dass Klubpräsident Sandro Rosell die Mitglieder des Vereins im vergangenen Herbst vor die Wahl stellte. Geld oder Tradition.

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„Barcelona hat Schulden und kann es sich nicht leisten, seine Werbeplätze zu verschenken“, sagt Rohlmann. Und so wurde vor der entscheidenden Mitgliederversammlung auch deutlich, wie wichtig die arabischen Millionen für den katalanischen Klub sind. „Barça bleibt Barça, mit oder ohne Katar“, sagte Finanzvorstand Javier Faus damals. „Aber ohne wären wir ärmer und kleiner. Die Mitglieder müssen das bei ihrer Abstimmung bedenken.“

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