Nation hofft auf Rooney-Einsatz
Yorke ist heiß, Rooney muss weiter hoffen

Trindad und Tobagos Kapitän Dwight Yorke brennt bereits auf die Partie gegen seine ehemaligen Premier-League-Kollegen. Auch in England ist die Spannung riesig. Die ganze Nation hofft auf einen Einsatz von Wayne Rooney.

Für Dwight Yorke wird das Aufeinandertreffen mit Englands Nationalmannschaft eine ganz besondere Erfahrung sein: "Ich werde das Spiel in jedem Fall genießen, denn dieser Augenblick wird in meinem Leben einmalig bleiben", erklärt der Kapitän von Trinidad und Tobago vor dem WM-Gruppenspiel am heutigen Donnerstag (18.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) in Nürnberg. Für den früheren Stürmerstar von Manchester United wird die Partie auch ein Wiedersehen mit alten Freunden: "Ich habe mit vielen von ihnen immer noch ein freundschaftliches Verhältnis, und irgendwie ist es komisch, jetzt gegen sie zu spielen."

Zum ersten Mal überhaupt stehen sich die Nationalteams der einstigen Kolonialmacht und des bis 1962 von ihr beherrschten Karibik-Staats gegenüber. "Es ist ein historischer Moment - und das bei einer Weltmeisterschaft. Das ist fantastisch", sagt Yorke. Für ihn und seine Teamkollegen, von denen ein Großteil für Klubs von der Insel spielt, soll es zudem ein Feiertag werden: "Wir werden auf den Platz gehen mit dem Vorsatz, das Spiel zu gewinnen. Was sollten wir sonst tun?"

Trinidad und Tobago gibt sich selbstbewusst

Gestärkt durch das hoch gelobte 0:0 im ersten Spiel gegen Schweden, gibt sich der WM-Neuling selbstbewusster denn je. "Ich halte nichts vom olympischen Motto "Dabeisein ist alles". Wir sind Profis. Das habe ich meinen Spielern eingeimpft", sagt Trinidad-und-Tobago-Coach Leo Beenhakker. Jeder in seinem Team wisse, was ihn erwartet: "Speziell die jungen Spieler sehen sich die englischen Star jede Woche im Fernsehen an", so der Niederländer.

Selbst von der Diskussion um den Einsatz von Englands Hoffnung Wayne Rooney lässt sich der Underdog nicht irritieren. "Ob mit oder ohne Rooney - es ist immer ein Spiel elf gegen elf. Und wir haben bei dieser WM ja schon gesehen, dass so mancher Favorit seine Probleme mit dem vermeintlichen Underdog hat", sagt Beenhakker.

Rooney drängt auf ersten WM-Einsatz

Dagegen hält das Thema Rooney die englische Nation weiter in Atem. Während der 20 Jahre alten Angreifer von Manchester United seinen Wunsch nach dem ersten WM-Einsatz bereits artikuliert hat ("Ja, ich will spielen"), geht hinter den Kulissen das Gezerre zwischen Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson und "Manu"-Teammanager Sir Alex Ferguson weiter. "Fergie" fürchtet, dass der lädierte Mittelfuß seines Sturm-Juwels (Marktwert 45 Mill. Euro) bei einer zu frühen Belastung erneut brechen könnte.

Kapitän David Beckham und andere Spieler der "Three Lions", die in den vergangenen Tagen lautstark den Einsatz von Rooney gefordert hatten, durften sich zuletzt nicht mehr zu dem Thema äußern. Zuletzt schaltete sich sogar der englische Verband FA ein, der Fergusons Auffassung teilt.

Mit Spannung wird nun die Diagnose des unabhängigen Arztes Angus Wallace erwartet, der auf Grund von Terminen aber wohl erst am Spieltag eine abschließende Bewertung vornehmen kann. Englands Fitness-Coach Ivan Carminati hatte am Dienstag berichtet, Rooney sei zu 70 Prozent fit und benötige noch eine Woche, um wieder voll belastbar zu sein.

© SID

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