Nationalelf in Berlin begeistert gefeiert
Singende „Weltmeister der Herzen“

Überwältigender Empfang für die "Weltmeister der Herzen": Mehr als eine Million begeisterte Fans feierten am Sonntag auf der Berliner Fanmeile frenetisch die deutsche Nationalmannschaft mit allen Spielern, Trainern und Mitarbeitern. Besonders Coach Jürgen Klinsmann begrüßten die Menschen mit großen Jubel.

HB BERLIN. Immer wieder wurden "Danke"-Schilder, "Klinsi bleib"- oder auch "Ihr seid die Weltmeister unserer Herzen"-Plakate hochgehalten.

Die Spieler liefen nach und nach auf, angefangen bei den Torhütern Jens Lehmann, Oliver Kahn und Timo Hildebrand. Das ganze DFB-Team trug weiße T-Shirts, vorn Schwarz-Rot-Gold bedruckt mit "Danke Deutschland" und auf der Rückseite mit "Teamgeist 82 Mio" in Anspielung auf 82 Millionen Bundesbürger. Die Mannschaft hielt ein großes "Fans wir danken Euch - Ihr seid Fan-Weltmeister"-Band hoch.

Die deutsche Elf präsentierte sich äußerst musikalisch: Gemeinsam mit Xavier Naidoo sangen sie "Dieser Weg" und einen neuen Song, der vor allem von Geduld handelt. Mannschaft und Fans stimmten anschließend mit den Sportfreunden Stiller in die Mitsing-Hymne dieser WM ein, allerdings in der aktualisierten Version "'54,'74,'90, 2010". Den Schlusspunkt setzte das Trio David Odonkor, Lukas Podolski und Gerald Asamoah, das a capella "Marmor, Stein und Eisen bricht" intonierte.

Mannschaftskapitän Michael Ballack berichtete von der Feier nach dem Sieg über Portugal im "kleinen Finale": "Wir haben kräftig, kräftig gefeiert, das eine oder andere Bier getrunken." Ein paar Minuten sei sogar geschlafen worden, witzelte der Mittelfeldspieler. Mit Torwart Jens Lehmann hatte sich Ballack einen kleinen Zetteltrick ausgedacht: Zu Fragen von ZDF-Moderator Johannes B. Kerner sagte der 29-Jährige, er habe vergessen, was er sagen wollte. "Aber ich hab's mir aufgeschrieben. Jens, komm' mal her." Woraufhin Lehmann wie beim Elfmeterschießen gegen Argentinien ein Blatt aus seinem Strumpf zog.

Trainer Jürgen Klinsmann begrüßte ARD-Moderatorin Monica Lierhaus mit Küsschen, war aber auch am Sonntag nicht zu bewegen, seine Zukunftspläne zu verraten. "Gebt mir noch ein paar Tage", bat der Coach, der von allen Seiten zum Bleiben gedrängt wird. Er sagte in Berlin: "Wir haben vier Wochen eine Party erlebt, wie es sie noch nie gegeben hat in Deutschland. Das kann man nicht toppen."

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