Nationalmannschaft
Löw gibt Podolski Stammplatz-Garantie

dpa MüNCHEN. Trotz seiner Reservistenrolle beim FC Bayern München muss sich Lukas Podolski keine Sorgen um seinen Stammplatz in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft machen.

Für Bundestrainer Joachim Löw ist der 21-Jährige auch im Test-Länderspiel am 7. Oktober in Rostock gegen Georgien und insbesondere vier Tage später in der EM-Qualifikation in Bratislava gegen die Slowakei im Angriff neben WM-Torschützenkönig Miroslav Klose gesetzt. Für große Erleichterung beim Bundestrainer sorgte das geglückte Bundesliga-Comeback des Mainzers Manuel Friedrich, womit sich der personelle Notstand in der Abwehr etwas entspannt hat.

Löw begründete seine Stammplatz-Garantie für Podolski unter anderem mit dem Status, den alle WM-Asse genießen. „Wir beurteilen die Spieler, die bei uns seit zwei Jahren dabei sind nicht danach, was sie in der Liga zeigen. Kriterium ist die Nationalmannschaft. Lukas hat bei uns eine sensationelle Torquote. Er hat eine Super-WM gespielt und in den letzten beiden Länderspielen fünf Tore erzielt. Er hat bei uns einen enorm hohen Stellenwert“, sagte Löw.

Podolski kam auch bei der 0:1-Niederlage der Bayern in Wolfsburg wiederum nur zu einem Kurzeinsatz und wartet weiter auf seinen ersten Bundesliga-Treffer für den Rekordmeister. Löw forderte Geduld mit dem Ausnahmetalent: „Dass Lukas nach dem Wechsel von Köln nach München Zeit gegeben werden muss, ist doch klar.“

Der Bundestrainer blieb von weiteren verletzungsbedingten Absagen verschont. Ein Fragezeichen steht aber weiterhin hinter Oliver Neuville. Der Gladbacher Stürmer musste wegen Achillessehnen-Problemen beim 0:3 der Borussia in Bremen eine Zwangspause einlegen. Neuville soll aber zum Treffpunkt des 22-köpfigen Kaders nach Berlin anreisen. „Wir werden dann im Training einen Belastungstest machen“, kündigte Löw an.

Nach dem freiwilligen Verzicht auf Per Mertesacker nahm Löw um so erfreuter den bestandenen Belastungstest von Manuel Friedrich zur Kenntnis, der drei Wochen nach seiner Meniskus-Operation beim Mainzer 1:1 in Nürnberg 90 Minuten durchspielte. „Das sorgt für eine gewisse Beruhigung“, sagte Löw angesichts des Ausfalls der kompletten WM-Innenverteidigung. Damit kann der Bundestrainer im Punktspiel gegen die Slowaken zumindest wieder mit dem „doppelten Friedrich“ mit Manuel und dem Berliner Arne Friedrich planen. „Viele andere Möglichkeiten haben wir ja nicht“, bemerkte Löw, dem außerdem nur noch der Wolfsburger Länderspiel-Neuling Alexander Madlung für das Abwehrzentrum zur Verfügung steht.

Löw begründete noch einmal den Verzicht auf Mertesacker, der nach seiner Fersen-Operation beim SV Werder auch gegen Mönchengladbach wieder 90 Minuten zum Einsatz kam. „Es ist aus gesundheitlichen Gründen vernünftig, ihn nicht zu verheizen“, sagte der 46-Jährige.

Das besondere Augenmerk der DFB-Trainer galt am 6. Bundesliga-Spieltag den Neulingen im DFB-Kader. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sah einen gut haltenden Robert Enke beim 2:2 von Hannover 96 in Dortmund. Löw beobachtete den Hamburger Piotr Trochowski bei dessen schwacher Leistung in Frankfurt. U 21-Coach Dieter Eilts sah in Bremen einen guten Rechts-Verteidiger Clemens Fritz. Und Löws Assistent Hans-Dieter Flick erlebte auf dem Aachener Tivoli live den vierten Saisontreffer von Alemannia-Torjäger Jan Schlaudraff, der nach dem 2:1 gegen den VfL Bochum immer noch recht platt wirkte über seine überraschende Nominierung: „Ich war richtig sprachlos nach dem Anruf des Bundestrainers und konnte mich erst gar nicht freuen.“

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