Neue Details

Steuerfahnder half Hoeneß bei Selbstanzeige

Während eine Morddrohung gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß eingeht, werden weitere Einzelheiten mit Geschmäckle zu seiner Steueraffäre bekannt: Ein Steuerfahnder in Alterszeit hat ihm bei der Selbstanzeige geholfen.
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Morddrohung gegen Uli Hoeneß: Der Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München bei der Abschiedspressekonferenz von Trainer Jupp Heynckes teil. Quelle: dpa

Morddrohung gegen Uli Hoeneß: Der Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München bei der Abschiedspressekonferenz von Trainer Jupp Heynckes teil.

(Foto: dpa)

MünchenIn der Steueraffäre von Bayern-Präsident Uli Hoeneß sind neue Details ans Licht gekommen: Wie die Süddeutsche Zeitung (Donnerstagausgabe) berichtet, hat ein Münchner Steuerfahnder dem Präsidenten des FC Bayern bei dessen Selbstanzeige im Januar geholfen.

Demnach soll es sich um einen ehemaligen Sachgebietsleiter der Steuerfahndung München gehandelt haben, der mit Hoeneß bekannt sei. Der Fahnder sei nicht mehr regulär aktiv im Dienst gewesen, aber in Altersteilzeit und damit nicht pensioniert. Neben dem Steuerfahnder hätten ein Steuerberater und ein Steueranwalt an der Selbstanzeige mitgewirkt.

Die Ermittler sollen laut der SZ mittlerweile davon ausgehen, dass Hoeneß im Zuge eines geplanten Steuerabkommens mit der Schweiz anonym seine Steuern nachzahlen wollte. Die Bank soll im Herbst 2012 im Auftrag von Hoeneß die zu zahlende Summe ermittelt haben. Das sind angeblich zwischen 5,8 und 6,8 Millionen Euro – also deutlich mehr, als die Summen, die ursprünglich in der Berichterstattung auftauchten.

Derzeit sind immer noch Einstellung des Ermittlungsverfahrens als auch eine Anklage möglich. Noch immer ist nicht klar, ob die Ermittler die Selbstanzeige anerkennen. Im Fall der Anklage sei es laut SZ aber unwahrscheinlich, dass Hoeneß Haft ohne Bewährung drohe. Gegen Hoeneß liegt noch immer noch ein Haftbefehl vor, der nur gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von fünf Millionen Euro außer Kraft gesetzt wurde.

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Zudem hat die Münchner Staatsanwaltschaft I im Zusammenhang mit dem Fall Hoeneß ein Verfahren wegen des Verdachts der Bedrohung eingeleitet. Ein Unbekannter habe Hoeneß im Mai eine Morddrohung geschickt. Das Schreiben sei an die Geschäftsstelle des FC Bayern an der Säbener Straße geschickt worden.

Hoeneß sei „allerorten zum Abschuss freigegeben", habe der Unbekannte geschrieben. Außerdem: „Dich haben wir im Fadenkreuz.". Auf dem Schreiben befänden sich zwei gekreuzte Patronen mit dem Zusatz „Hoeneß, diese Patronen sind für Dich bestimmt".

  • deli
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  • Eigentlich gehören die Richter und die Gutachter in die Psychiatrie und anschießend in den Knast.

  • und einen Mollath, der vermutlich einiges von diesem System hätte aufdecken können, sperrt man gleich in die Psychiatrie. War das nicht die Methode des Stalinismus?

  • Freiheit für Hoeneß ! Knast für Politiker die Steuergelder verschwenden

  • Höneß ist ein Steuerbetrüger und nicht eben mal für kurze Zeit; er hat über ein Jahrzehnt den Staat das sind wir alle betrogen. Höhneß kann mit keiner Fairneß rechnen; er mus ins Zuchthaus. Was sagt eigentlich die IHK u.a. Institutionen dazu, dass ein Staatsverbrecher 1. Mann eines Aufsichtsorgans sein kann. Schlimm genug, dass H. von Winterkorn und anderen Großkopfeten gedeckt wird; es ist die Verluderung der edlen Kaufmannseigenschaft pur.

  • Mutti hat ihn doch beim Championsligue-Finale so schön geherzt ;–)

  • Denke nicht, dass uns Uli krimineller ist, als Politiker die (ungestraft) Milliarden unserer sauer bezahlten Steuergelder verprassen.
    Und niemand hat etwas davon Herrn Hoeneß in den Knast zu stecken. Ein Deal muss her: Steuerschuld + 200 % der Steuerschuld als Strafe (das tut auch Herrn Hoeneß richtig weh!) + 1 Woche Knast ohne Sonderrechte zum Schnuppern. Zusätzlich muss er sich verpflichten die nächsten fünf Jahre weiterhin sein Einkommen in Deutschland zu versteuern. (Sein Sie sicher - dies würde Herr Hoeneß sicherlich lieber heute als morgen akzeptieren). Und dann schnell die Akten schließen. Den Steuerzahler kostet das Rumgewurste doch nur viel Geld, für Familie Hoeneß dürfte es in den Bereich der seelischen Folter gehen und die Wichser, die sich daran aufgeilen, dass es mal wieder einen Promi erwischt hat, die haben sich eh schon wund gearbeitet!

    Also, nicht lang schnacken - Kopp in Nacken ;o)

  • Emotionen, Emotionen, Emotionen. Keine Fakten. Ganz, ganz schlechte Argumentation.

  • Na, da steckt das Schwein ja wohl im Teer!

  • Q anonymus_007

    Stimmt!

    Aber wenn sich Kriminalität mit Justiz und Politik vereint, solche Verhältnisse haben wir ja selbst im kleinsten Kaff, dann wird der kleine gehängt und der eigentliche Verbrecher bekommt sogar die höchsten Auszeichnungen.

    Wenn man 50.000,00 Euro Schulden hat, dann kommt der Gerichtsvollzieher und Herr Zwegat.

    Macht man mehrere Milliarden schulden und hat sogar betrogen, bekommt man sogar noch Geld hintergeschmissen, aber nicht von irgendwem, nein von Angela Merkel!!!!

  • Das ein Beamter Tipps gibt, ist nicht einfach eine Nestbeschmutzung! Dass ist Hochverrat am deutschen Bürger und allen ehrlichen Steuerzahlern.

    In der BRD ist mittlerweile dass Motto angekommen, man darf alles machen, die größten Schäden anrichten wie der Verteidigungsminister und viele andere vor ihm und viele andere werden nach ihm kommen.

    Es ist einfach nur noch verlogen und die Zeche zahlen wie schon immer der kleine Bürger.

    Im Krieg wird der kleine Mann geopfert, für die Interessen der Profiteure.

    Mädchen prostituieren sich, damit Reiche alte Männer ihre sexuellen Phantasien ausleben können.

    In Afrika, Indien und Bangladesch, werden Menschen (...) ausgebeutet und ihnen bleib soviel, dass sie immer am Tropf hängen.

    Es ist eine Schande wie Geld die Menschen, die Systeme, die Moral und vieles weitere ändern kann.

    Wenn dass die Zukunft ist, dann soll der Meeresspiegel ruhig um 100 m ansteigen. Dass trifft zwar wieder die falschen aber dann haben die reichen Hyänen niemand mehr zu ausbeuten.

    (...)


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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