Neue Regeln im Bernabéu
Real Madrid will Nazi-Ultras verbannen

Der spanische Rekordmeister will den Zugang zur Südtribüne einschränken. Künftig müssen Fans etliche Bedingungen erfüllen. Damit geht Real Madrid indirekt gegen eine rechte Ultra-Gruppe vor, die für Krawalle bekannt ist.

MadridReal Madrid will seine radikalen Fans „Ultras Sur“ loswerden. Wie der spanische Fußballrekordmeister mitteilte, wird der Zugang zur Südtribüne von Grund auf neu geregelt. Hinter dem Tor auf der Südseite des Bernabéu-Stadions solle eine „Anfeuerungstribüne“ eingerichtet werden.

Vereinsmitglieder, die während der Spiele der „Königlichen“ dort Platz nehmen wollten, müssten beim Club Anträge stellen und eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Real will nach Medienberichten vom Freitag damit erreichen, dass anstelle von Angehörigen der „Ultras Sur“ die Südtribüne künftig von Fans besetzt wird, die nicht durch Nazi-Symbole und Gewalt in Erscheinung treten.

Die „Ultras Sur“ waren 1980 gegründet worden und häufig negativ in Erscheinung getreten. Im April 1998 hatten Mitglieder der Gruppe vor dem Halbfinalspiel der Champions League Real Madrid gegen Borussia Dortmund so stark am Zaun gerüttelt, dass das daran befestigte Tor umstürzte und das Spiel erst mit mehr als einer Stunde Verspätung angepfiffen werden konnte.

Vor gut einem Monat lieferten Mitglieder der Gruppe, der zahlreiche Rechtsradikale angehören, sich eine Schlägerei. Dies dürfte den Ausschlag dazu gegeben haben, dass Real-Präsident Florentino Pérez die Neuregelung für die Südtribüne anordnete.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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