Neue Sponsorenverträge
Adidas sieht sich als Gewinner der WM

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas sieht sich als Gewinner der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Der Umsatz im Fußballgeschäft erreicht wegen der weltweiten Euphorie rund um das Turnier eine neue Rekordmarke. Sie soll bereits 2008 auch dank neuer Sponsorenverträge mit dem europäischen Fußballverband Uefa übertroffen werden.

dpa-afx BERLIN. "Kein Zweifel, Adidas ist der klare Gewinner dieser Weltmeisterschaft", sagte Konzernchef Herbert Hainer am Mittwoch in Berlin. "Wir haben alle unsere Ziele für diese WM übertroffen." Die Erlöse mit Produkten wie Trikots und Fußballschuhen seien wie erwartet um rund 30 Prozent zum Vorjahr auf den neuen Rekord von mehr als 1,2 Mrd. Euro gestiegen. Die Adidas-Aktie gab um 1,1 Prozent auf 36,03 Euro nach, nachdem sie zuvor bis auf 35,89 Euro nachgegeben hatte.

2007 soll der Fußballumsatz der Marke mit den drei Streifen auch ohne großes Turnier über der Milliardengrenze gehalten werden und 2008 mit Hilfe der Uefa-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz neue Rekordhöhen erreichen. Adidas wird dazu offizieller Sponsor des EM-Turniers 2008, wie Hainer bekanntgab. Zudem bleiben die Herzogenauracher bis 2009 Partner der Uefa-Champions League und werden ab der kommenden Saison erstmals für alle Begegnungen den offiziellen Spielball stellen. "Durch unsere Assoziation mit dem nächsten großen Fußballereignis, der Euro 2008, und der Champions League, dem weltweit größten Vereinswettbeweb, können wir unsere Position als weltweit führende Fußballmarke weiter festigen und ausbauen", sagte Hainer.



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Mit Hilfe der noch bis 9. Juli laufenden WM in Deutschland hat Adidas nach den Worten seines Fußballchefs Günter Weigl der Konkurrenz weltweit Marktanteile abgenommen. "Wir sind die einzigen, die Marktanteile gewonnen haben", sagte Weigl. Der weltweite Marktanteil für Fußballschuhe sei im ersten Quartal um 1 bis zwei Prozentpunkte auf 35 bis 36 Prozent gestiegen. Im Gastgeberland Deutschland habe der Anteil in den ersten drei Monaten auf 51 (Vorjahr: 50) zugelegt, in Europa auf 37 (36). Rückgänge verzeichnete Adidas dagegen auf dem Heimatmarkt des Erzrivalen und Weltmarktführers Nike: In den USA schrumpfte der Anteil auf 46 (48) Prozent.

Adidas hat bislang rund drei Mill. Replika-Trikots verkauft: Allein von der deutschen Nationalmannschaft gingen 1,5 Mill. Trikots über die Ladentische, 500 000 mehr als geplant. Bei der WM vor vier Jahren verkaufte Adidas lediglich 250 000 Trikots der DFB-Auswahl und insgesamt 1,5 Mill. Replika-Trikots. Der Konzern setzte zudem mehr als 15 Mill. Exemplare des offiziellen WM-Spielballs "Teamgeist" ab. Adidas ist offizieller Sponsor der Fußball-WM und rüstet die Viertelfinalisten Deutschland, Frankreich und Argentinien aus. Auch die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 werden von Adidas gesponsert./

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