Neuer Vereinsrekord
Dortmund marschiert weiter Richtung Titel

Seit zwanzig Spielen hat Borussia Dortmund nun schon nicht mehr verloren. Mit dem Sieg gegen Werder Bremen hat der deutsche Meister einen neuen Vereinsrekord aufgestellt und eine klare Ansage nach München geschickt.
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DortmundBorussia Dortmund hat den nächsten Rekord aufgestellt und liegt souverän auf Titelkurs. Am 26. Spieltag bezwang der BVB Werder Bremen völlig verdient mit 1:0 (1:0) und hatte dabei Chancen für einige weitere Treffer. Der Meister ist nun seit 20 Spielen ohne Niederlage, ein Novum in der Vereinsgeschichte. Nach Abpfiff blickten alle auf das Spiel des einzigen Verfolgers Bayern München, der bei Hertha BSC die Chance hatte, den Dortmunder Vorsprung auf fünf Punkte zu begrenzen.

Einziger Torschütze war Shinji Kagawa (8.), der an seinem 23. Geburtstag zudem noch einmal den Pfosten traf (24.). Werder kam offensiv kaum zum Zuge, wirkte mit dem Dortmunder Angriffsspiel phasenweise überfordert, blieb jedoch dank der mangelnden Chancenverwertung des Gegners lange im Spiel. Am Ende war es für die Elf von Trainer Thomas Schaaf der erwartete Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze.

Nach einer Schweigeminute für den ersten Bundesliga-Torschützen Timo Konietzka fackelte der BVB nicht lang und machte in der ersten Hälfte (fast) alles richtig - nur das zweite Tor fehlte. Die Dortmunder setzten die Vorgabe ihres Trainers Jürgen Klopp, der eine spielerische Reaktion auf das 0:0 beim FC Augsburg gefordert hatte, dennoch beeindruckend um: Nach einer Flanke von links legte Ilkay Gündogan traumhaft auf Kagawa quer, der ohne Mühe Sebastian Mielitz per Kopf überwand und sein neuntes Saisontor erzielte.

Mielitz war im Werder-Tor der Ersatz für den verletzten Tim Wiese. Der Nationaltorhüter hatte im Training eine Fraktur zwischen Jochbein und Nase erlitten - eine weitere Schwächung für den Außenseiter Werder, der auch ohne den gesperrten Toptorjäger Claudio Pizarro (16 Saisontreffer) antreten musste und defensiv recht konfus wirkte.

Dementsprechend selten ließen sich die Hanseaten im ausverkauften Signal-Iduna-Park vor 80.720 Zuschauern zunächst im Dortmunder Strafraum blicken. Werder blieb kaum Luft zum Atmen, der BVB wirbelte, attackierte mit höchster Konsequenz, traf Pfosten (Kagawa, 24.) und die Querlatte (Sebastian Kehl, 35.). Mangels technischer Möglichkeiten kamen die Gäste allenfalls mal zu Fernschüssen, ein Problem, das sich bis tief in die zweite Halbzeit zog.

Die Bremer Ratlosigkeit war aber auch ein Verdienst des BVB, der drei Tage vor dem Pokal-Halbfinale beim Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth die Räume eng machte und nach Ballgewinnen gewohnt blitzschnell umschaltete, wobei sich neben Gündogan besonders Kagawa auszeichnete - allerdings verfehlte er in der 54. Minute das leere Tor. Auch Mats Hummels überzeugte. Clemens Fritz sowie Mehmet Ekici waren im Bremer Team zumindest um etwas Ordnung bemüht.

Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur

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