Neuer WM-Ball wird weicher, fliegt präziser und hat ein völlig neues Design
Adidas will zehn Millionen WM-Bälle verkaufen

Schon zur WM 2002 und zur EM 2004 war der Verkauf des Spielgerätes ein Riesengeschäft für den Sportartikelhersteller. Doch die WM 2006 soll diese Ergebnisse locker toppen. Erstmals verrät Vorstandschef Hainer zudem Details zum noch streng geheimen WM-Ball.

HB DÜSSELDORF. Adidas will vom WM-Ball 2006 deutlich mehr verkaufen als von den Bällen zur WM 2002 und zur Europameisterschaft 2004. Auch der Umsatz mit Fußball-Artikeln soll 2006 kräftig auf mehr als eine Milliarde Euro anziehen, kündigt Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer in der WM-Sonderbeilage "Doppelpass" von Wirtschaftswoche und Handelsblatt an. "Vom WM-Ball 2002 haben wir knapp sechs Millionen verkauft, vom EM-Ball 2004 über sechs Millionen - vom Deutschland-Ball wollen wir zehn Millionen Exemplare verkaufen. Insgesamt werden wir 2006 zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Euro mit Fußballartikeln umsetzen."

Erstmals verriet Hainer Details zum streng geheimen WM-Ball 2006, der anlässlich der Gruppenauslosung am 9. Dezember in Leipzig vorgestellt wird. Vor allem unterscheide er sich von seinen Vorgängern durch eine andere Aufteilung der so genannten Panel Shapes, der 32 Fünf- und Sechsecke, aus denen sich der Ball zusammensetzt. Der Ball fliege "noch präziser als andere Bälle". Zudem komme der Ball südamerikanischer Spieltechnik entgegen. Hainer: "Der Ball wird noch weicher, er ist noch besser zu behandeln. Das wollen ja die meisten Fußballer, vor allem die Lateinamerikaner." Außerdem habe der Ball eine größere Fluggenauigkeit, sauge "kein Wasser auf, verändert also weder Gewicht noch Flugeigenschaften während eines Spiels - er ist gegen äußere Einflüsse komplett unempfindlich."

Fest überzeugt ist Hainer, dass sich der neu entwickelte Fußball mit Funktechnik, der Signale an den Schiedsrichter gibt, sobald er die Torlinie überschritten hat, international durchsetzen wird. "Die Chiptechnik wird kommen, da gibt es überhaupt keinen Zweifel." Adidas könnte sogar die Technik anderen Herstellern zur Verfügung stellen. "Ich möchte nicht ausschließen, dass wir auch anderen Unternehmen den Zugang zu dieser Technik geben werden."

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