Niederlage für Magaths Wolfsburger
Rangnick siegt im Rückkehrerduell auf Schalke

So hatte sich Felix Magath sein Comeback auf Schalke wohl nicht vorgestellt: Wolfsburg verlor nur 24 Tage nach Magaths Rauswurf und steckt weiter tief im Abstiegskampf. Dafür durfte der andere Rückkehrer jubeln.
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GelsenkirchenGerade einmal 24 Tage ist es her, dass Felix Magath seinen Job beim FC Schalke 04 beenden musste. Seitdem ist viel passiert: Magath hat ziemlich schnell einen neuen Job beim VfL Wolfsburg und eine grüne Krawatte in seinem Schrank gefunden, Schalke hat sich nach einem kurzen Intermezzo namens Seppo Eichkorn den ehemaligen Chefcoach Ralf Rangnick zurückgeholt und in der Champions League mal eben den Titelverteidiger Inter Mailand aus dessen eigenem Stadion gefegt.

Jetzt kehrte der ehemalige Gelsenkirchener Alleinherrscher wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurück - eine Rückkehr, die er sich mit Sicherheit anders vorgestellt hatte. Und für Nachfolger Rangnick ein gelungenes Heimspiel-Comeback.

"Wir haben nicht genügend getan um zu gewinnen. Klar macht mich dieses Spiel nachdenklich, denn ich hätte mir schon mehr Initiative von uns erwartet", kritisierte der Wolfsburger Coach, während sich sein Spieler Marcel Schäfer bereits in Phrasen flüchtete: "Sicher strotzen wir nicht vor Selbstbewusstsein, aber wir müssen weiter hart arbeiten. Für unseren Trainer war es bestimmt ein besonderes Spiel, das hatte auf uns aber keinen Einfluss."

Schalke-Trainer Ralf Rangnick bot bei seinem Heimdebüt vier Tage nach der 5:2-Gala in Mailand fast die identische Formation auf. Lediglich Alexander Baumjohann blieb zunächst auf der Bank, dafür rückte Lukas Schmitz in die Startelf. Rangnicks Vorgänger Magath, der sich keine großen Missfallenskundgebungen der Fans gefallen lassen musste, veränderte sein Team auf drei Positionen. Für den gesperrte Arne Friedrich verteidigte Alexander Madlung. Zudem kamen der Koreaner Ja-Choel Koo und der Japaner Makoto Hasebe ins Team.

Von der fantastischen Offensiv-Vorstellung in Mailand war bei den Schalkern zunächst nicht viel geblieben. Einziger großer Aufreger in der ersten Spielhälfte war ein Tor von Magath-Kritiker Jefferson Farfán (2.), das Schiedsrichter Peter Sippel (München) wegen Abseits nicht anerkannte. In der Folgezeit plätscherte die Partie gegen den Tabellen-16. vor sich hin. Beide Mannschaften zeigten wenig Ideen und Spielwitz im Spiel nach vorn. VfL-Stürmer Grafite verpasste eine Hereingabe von Riether nur knapp.

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Jurado sorgt für die späte Entscheidung

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