Niederlage gegen den HSV
Hoffenheims Chancen auf Klassenerhalt minimal

Bei 1899 Hoffenheim drohen die Erstliga-Lichter auszugehen: Die Kraichgauer unterlagen am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga dem Hamburger SV und müssen am letzten Spieltag beim BVB gewinnen.
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SinsheimWährend der HSV zum Saisonfinale theoretisch noch den sechsten Platz erobern kann, hat die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nur minimale Chancen auf den Relegationsplatz: Der Tabellenvorletzte müsste am nächsten Samstag beim Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund gewinnen, um die zwei Punkte Rückstand auf Fortuna Düsseldorf (in Hannover) und den FC Augsburg (gegen Greuther Fürth) wettzumachen.

Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielte Heung Min Son (18. Minute), Dennis Aogo (35.), Petr Jiracek (60.) und Artjoms Rudnevs (88.) die Tore für den HSV. Für Hoffenheim traf Kevin Volland (61.). Es war der erste Sieg der Hamburger im fünften Anlauf in Hoffenheim.

Mit einer mutigen Aufstellung ging Gisdol in das 85. und zumindest vorerst wohl letzte Erstliga-Heimspiel der TSG - und verzockte sich: Der unerfahrene Stefan Thesker verteidigte links für US-Nationalspieler Fabian Johnson, und in der Innenverteidigung vertrat der erst 17 Jahre Niklas Süle bei seinem Erstliga-Debüt den gesperrten Jannik Vestergaard. Beide Youngster stürzten von einer Verlegenheit in die nächste.

Vor allem Son, der am ersten Eckball von Kapitän Rafael van der Vaart nur knapp vorbeirutsche, sorgte für viel Wirbel. Die Hanseaten gaben den Ton an, routiniert und mit der nötigen Härte in den Zweikämpfen. Erstmals unter Gisdol wirkten die Hoffenheimer verkrampft und dem Druck im Abstiegskampf nicht gewachsen. Die erste große Lücke in der Hintermannschaft der Hausherren nutzte der Südkoreaner Son per Kopf nach einer Flanke von Dennis Diekmeier zum 1:0. Jiracek hätte in der 28. Minute den zweiten Treffer für den HSV machen müssen, der Tscheche schlenzte den Ball jedoch Zentimeter am TSG-Tor vorbei.

"Wir singen: Hoffe, Hoffe, zweite Liga - oh, wie ist das schön." Die Hoffenheimer wehrten sich verbissen, aber bis auf einen Fernschuss von Sejad Salihovic und einen abgeblockten Flugkopfball des Mittelfeldstrategen sprang zunächst nicht viel heraus. Kaum etwas zu sehen war von Sven Schipplock, der für seine zwei Treffer in Bremen mit einem Startplatz belohnt worden war. In seinem 47. Bundesliga-Spiel durfte der Angreifer wenigstens zum ersten Mal überhaupt durchspielen.

Auf der Gegenseite tanzte Son die überforderte TSG-Abwehr immer wieder aus. Casteels lag schon am Boden, als der wieselflinke Angreifer Aogo bediente und der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschoss.

Glück hatten die Gäste, als kurz vor dem Pausenpfiff Marcell Jansen auf der Torlinie einen Kopfball von Volland abwehrte.

Van der Vaart schaffte es im zweiten Durchgang kaum noch, sein Team in seiner 100. Begegnung für Hamburg anzutreiben. Verzweifelt kämpfte Hoffenheim um den Anschlusstreffer, aber nur noch Volland traf noch nach Jiraceks zwischenzeitlichem Tor zum 3:0. Der eingewechselte Rudnevs machte dann aber alles klar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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