Niederlage gegen Manchester
Schalker Champions-League-Traum endet im Halbfinale

Sie hatten im Vorfeld keine Chance - und dann auch auf dem Platz nicht. Durch die zweite Niederlage im Champions-League-Halbfinale gegen Manchester United hat sich der FC Schalke aus der Königsklasse verabschiedet.
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ManchesterDas Old Trafford ist ein Stadion mit viel Tradition. Seit über 100 Jahren spielt Manchester United in dem knapp 75.000 Zuschauer fassenden Schmuckstück und es ist die Geburtsstätte vieler Legenden. Namen wie Bobby Charlton, George Best, Eric Cantona oder immer noch Aktive wie Paul Scholes und Ryan Giggs. Und auch bei den Gäste-Mannschaften gab es immer wieder Akteure, die sich hier durch „das eine Spiel“ endgültig in die Klub-Annalen schossen oder grätschten. Unvergessen bei den Fans von Borussia Dortmund beispielsweise der Auftritt von Innenverteidiger Jürgen Kohler, der beim 1:0-Sieg im Champions-League-Halbfinale 1997 gefühlte zehnmal einen Ball auf der Linie klärte, damit entscheidend am späteren Titelgewinn beteiligt war und so ganz nebenbei auch zum ersten „Fußballgott“ aufstieg.

Wo also, wenn nicht im Old Trafford, sollte den Spielern des FC Schalke 04 das Wunder gelingen, eine 0:2-Hinspielniederlage wettzumachen und zum ersten Mal in der Klubgeschichte das Champions-League-Endspiel zu erreichen? Zudem hatte Manchesters Teammanager Alex Ferguson seine Anfangsformation im Vergleich zum Auftritt in Schalke auf gleich neun Positionen verändert. Lediglich Torhüter Edwin van der Sar und Mittelfeldspieler Antonio Valencia standen beim 2:0 im Hinspiel von Beginn an auf dem Platz. Torschütze Ryan Giggs saß nur auf der Bank, Nationalspieler Wayne Rooney gehörte gar nicht zum Aufgebot. Bei den Schalkern verzichtete Trainer Ralf Rangnick auf Hans Sarpei und brachte Sergio Escudero auf der linken Abwehrseite. Zudem kam der 17 Jahre alte Julian Draxler zu seinem ersten Einsatz in der Königsklasse von Beginn an.

Offensichtlich provoziert durch Fergusons Akt mangelnder Wertschätzung für den Gast, begannen die Schalker äußerst aggressiv, aber das erhofft frühe Führungstor blieb ihnen versagt, weil die umformierte United-Abwehr sicher stand. So blieb es bei einem Warschuss von Jefferson Farfan (8.). Auf der anderen Seite blieb auch die nicht eingespielte Formation des Gastgebers mit dem Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow in der Spitze stets torgefährlich. Der Bulgare sorgte für einige Turbulenzen im Schalker Strafraum und ließ die Abwehr des Pokalfinalisten schlecht aussehen. Wie auch beim 1:0, als Jurado den Ball im Mittelfeld verlor, Gibson steil auf Antonio Valencia spielte und dieser Torhüter Manuel Neuer keine Chance ließ.

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Manuel Neuer patzt beim zweiten Treffer

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  • Wer einen guten Trainer gehen lässt, darf sich nicht wundern wenn Mittelmaß wieder seinen Einzug hält. Ralf Rangnik ist ein Garant für Mittelmaß, passt also wie die Faust aufs Auge für Schalke 04.
    Kommenden Sonnabend gibt es vermutlich wieder eins auf die Mütze

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