Niederlande-Auswahl
Van Basten in der Schusslinie

Im WM-Achtelfinal-Spiel der Niederländer gegen Portugal musste "Sturmbomber" Ruud van Nistelrooy auf der Bank schmoren. Für den frustrierten Van Nistelrooy durfte Dirk Kuyt spielen, der sich vergeblich mühte. Nach dem WM-Aus steht Bondscoach Marco van Basten in der Kritik der Spieler und der Medien.

HB NÜRNBERG. Eine Viertelstunde vor Schluss wechselte Bondscoach Marco van Basten Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink ein und entschied sich damit gegen Tormaschine Ruud Van Nistelrooy. Nach seiner Einwechslung erarbeitete sich Stürmer Vennegoor of Hesselink keine nennenswerte Chance und konnte seine Bevorzugung vor van Nistelrooy nicht rechtfertigen.

Trainer Van Basten sorgte bereits bei der Nominierung des 23-köpfigen Kaders für Kopfschütteln bei den WM-Experten. Er verzichtete ebenso auf Top-Stürmer Roy Makaay vom FC Bayern München wie auf den Torschützenkönig der niederländischen Ehrendivision, Klaas Jan Huntelaar von Ajax Amsterdam. Außerdem fehlten den Holländern Weltklasse-Spieler wie Ex-Kapitän Edgar Davids (Tottenham Hotspur), Stürmer Patrick Kluivert (FC Valencia), Mittelfeldstar Clarence Seedorf (AC Mailand) und Abwehrspieler Jaap Stam (AC Mailand).

Der verbannte Torjäger Ruud van Nistelrooy sagte nach der 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Portugal: "Ich bin bereit, mich für mein Land einzusetzen. Aber wenn man keine Chance dazu bekommt, kann man nichts tun." Die Chance hatte der an Stelle des Manchester-United-Stürmers eingesetzte Dirk Kuyt. Weil dieser aber letztlich wirkungslos blieb, steht Van Basten unter Rechtfertigungsdruck. Er habe die Taktik ändern wollen und sich deswegen für Kuyt entschieden, sagte Van Basten.

"Er weiß, was ich kann", meinte Van Nistelrooy über den Trainer, der ihn nach dem 0:0 gegen Argentinien öffentlich kritisiert hatte. "Ich habe mit ihm darüber gesprochen", sagte der ManU-Spieler. "Für mich war das schmerzhaft."

Die niederländischen Fans hingegen haben die Niederlage ihrer Nationalmannschaft gegen Portugal in Nürnberg mit Fassung getragen. "Es gab in der Nacht keinerlei Zwischenfälle", sagte ein Polizeisprecher in Nürnberg am Montag. "Im Gegensatz zum Spiel war danach Fairness angesagt. Aus polizeilicher Sicht verlief das WM-Spiel friedlich und störungsfrei." Bei der 0:1-Niederlage der Niederländer hatte der Schiedsrichter vier Spieler vom Platz gestellt - zwei von jeder Mannschaft.

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