Nord-Derby gegen Bremen
HSV ohne van der Vaart und ohne Chance

Viele Hoffnungen hatten die Hamburger Fans in ihre Neuzugänge gesetzt, allen voran in Rafael van der Vaart. Doch der fehlte zunächst im Nord-Derby bei Werder Bremen, das der HSV vor allem in der Defensive verlor.
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BremenNoch ohne den neuen Hoffnungsträger Rafael van der Vaart ist der Hamburger SV noch tiefer in die Krise geschlittert. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink verlor das 97. Bundesliga-Duell beim hanseatischen Erzrivalen Werder Bremen verdient mit 0:2 (0:0) und muss weiter auf den ersten Punkt warten. Bei der zweiten Niederlage im zweiten Spiel in der neuen Fußball-Saison wurde der noch nicht spielberechtigte van der Vaart in der harmlosen HSV-Offensive schmerzlich vermisst.

Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielten Aaron Hunt (52./Foulelfmeter) und Nils Petersen (67.) die Tore zum ersten Bremer Saisonsieg. Der frühere Nationaltorwart Rene Adler verhinderte als bester HSV-Akteur ein Debakel für sein neues Team. Er parierte den ersten Bremer Strafstoß von Hunt (42.), war aber bei der zweiten Auflage des Duells vom Elfmeterpunkt chancenlos. Mit mehreren Glanzparaden hatte er zuvor die Hoffnungen des HSV-Anhangs auf einen Punktgewinn aufrechterhalten.

HSV-Coach Fink hatte nach der frustrierenden Heimpleite gegen Nürnberg gleich auf vier Positionen rotiert. Die Neuzugänge Petr Jiracek und Milan Badelj bildeten die Doppel-Sechs, zudem standen Ivo Ilicevic und Stürmer Artjoms Rudnevs in der Startelf. Die Initiative in der temporeichen und umkämpften Partie übernahmen aber von Beginn an die offensiv ausgerichteten Bremer.

Mittelstürmer Nils Petersen hatte nach vier Minuten mit einem Kopfball an die Unterkante der Latte Pech. Adler war noch mit den Fingerspitzen dran. Zehn Minuten später rettete Jiracek in höchster Not vor dem einschussbereiten Marko Arnautovic. Der Tscheche wirkte nach seiner Abwehraktion angeschlagen, von ihm gingen nicht die erhofften Impulse aus. In der 18. Minute rettete wiederum Adler gegen Werders aufgerückten Innenverteidiger Sebastian Prödl.

Dem HSV gelang in der ersten Halbzeit kein zwingender Angriff, über einen Rückstand hätte sich das Fink-Team nicht beschweren dürfen. Doch der frühere Nationalkeeper Adler hielt sein Team im Spiel, als er den halbhoch geschossenen Elfmeter von Aaron Hunt (42.) parierte. Zuvor hatte der frühere HSV-Profi Eljero Elia zuerst Jiracek abgeschüttelt, ehe er im Strafraum von seinem niederländischen Landsmann Jeffrey Bruma gelegt wurde.

Im zweiten Abschnitt verstärkten beide Teams die Offensive. Nach einem Foul von Dennis Aogo an Petersen nutzte der nervenstarke Hunt seine zweite Chance vom Punkt. Kurz danach erzielte Bayern-Zugang Petersen sein erstes Bremer Bundesligator. Die Hamburger kamen ihrerseits durch Ilicevic und Rudnevs zu einigen Möglichkeiten, für ein Tor reichte es aber nicht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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