Fußball
Nowotny muss Niederlage vor Gericht hinnehmen

Jens Nowotnys Klage auf Lohnfortzahlung gegen Bayer Leverkusen ist vor Gericht abgewiesen worden. Der Abwehrspieler zog sich im Februar 2005 seinen vierten Kreuzbandriss zu und arbeitet auf seine Rückkehr im Oktober hin.

Jens Nowotny hat auch vor Gericht einen Rückschlag hinzunehmen. Der Abwehrspieler, der derzeit den bereits vierten Kreuzbandriss seiner Laufbahn auskuriert, musste jetzt eine Niederlage gegen seinen Arbeitgeber Bayer Leverkusen einstecken. Vom Amtsgericht Opladen wurde die Klage auf Lohnfortzahlung an den 45-maligen Nationalspieler nach eineinhalbstündiger Verhandlung abgewiesen.

In der Begründung gab das Gericht an, dass im Vertrag des Spielers keine schriftliche Vereinbarung auf 100-prozentige Weiterzahlung der Bezüge fixiert worden war. Rückwirkend und künftig muss Bayer keinen Euro Lohnfortzahlung leisten. Der Verein hatte die Gehaltszahlungen an den 31 Jahre alten Abwehrchef nach dem gesetzlichen Zeitraum von sechs Wochen eingestellt. Die Verletzung hatte sich der Bundesliga-Profi bereits am 19. Februar bei der Partie gegen den 1. FC Nürnberg zugezogen. Nowotny hatte sich indes auf mündliche Zusagen der Bayer-Seite durch den damaligen Manager Reiner Calmund berufen. Der Streitwert war mit insgesamt rund 1,75 Mill. Euro plus Zinsen und Gerichtskosten angegeben worden.

Die Auseinandersetzungen vor Gericht gehen weiter

Der Langzeitverletzte kann gegen das Urteil Einspruch einlegen. "Es liegt jetzt an Jens Nowotny, ob er dagegen Revision einlegen will oder nicht. Es steht zur Halbzeit 0:1. Aber es ist durchaus möglich, dass die Geschichte noch anders ausgeht", erklärte der Anwalt des Klägers, Harla Martin. Nowotny, der ebenso wie Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nicht zur Verhandlung erschienen war, steht bei Bayer bis 2008 unter Vertrag. Er plant im Oktober sein Comeback. Der Streit um rund zehn Mill. Euro Handgeld zwischen dem ehemaligen Bayer-Kapitän und dem Verein für die Vertragsverlängerung des Nationalspielers 2002 wird am 28. Oktober vor dem Amtsgericht Opladen verhandelt. Bislang hat Bayer rund 2,5 Mill. Euro ausgezahlt. Die Summe musste Nowotny versteuern. Im Vertrags-Passus soll nun eine steuerliche Regelung für den Restbetrag gefunden werden.

© SID

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