Nun Showdown am letzten Gruppenspieltag
US-Boys bremsen Italien aus

Was für ein Spiel. Ein blutender Amerikaner, zwei rote, eine gelb-rote Karte, ein Eigentor, viele Torszenen - mehr Dramatik hätte die Partie Italien gegen USA am Samstagabend vor 46 000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena in Kaiserslautern nicht haben können. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit 1:1 (0:0). Ein Spiel, über das noch lange geredet werden wird.

KAISERSLAUTERN. Die dramatischen Ereignisse nahmen ab der 23. Minute ihren Lauf. Da tauchten die klar favorisierten Italiener das erste Mal so richtig gefährlich vor dem Tor der USA auf und erzielten gleich das 1:0. Andrea Pirlo vom AC Milan zirkelte einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum, die italienische Abwehr kümmerte sich um alle, nur nicht um Alberto Gilardino, der ebenfalls bei Milan unter Vertrag steht. Und der Stürmer hat keine Mühe den Ball im Fallen einzuköpfen.

Das Tor kam total überraschend, denn bis dato hatten vor allem die Amerikaner gespielt und sich schon eine Reihe von Chancen erarbeitet. Sie hatten losgelegt, als wären es die letzten fünf Minuten des Spiels. Ganz offensichtlich wollten sie ihre miserable Leistung des Tschechien-Spiels wieder gut machen und ihre Chance auf den Einzug ins Achtelfinale wahren.

Die Italiener sahen das eher gelassen. Sie konzentrierten sich zunächst einmal darauf, die wütenden Angriffe der USA abzuwehren und bei Gelegenheit zuzuschlagen. Mit dem Tor von Gilardino schien die Taktik aufzugehen. Große Freude bei den Italiener, die ganze vier Minuten lang anhielt. Diesmal Freistoß USA von rechts: Clint Dempsey von New England Revolution (USA) bringt die Flanke in den Strafraum, Christian Zaccardo von Palermo will den Ball nach vorne wegschlagen und trifft ihn so unglücklich, dass er hinter ihm im Tor von Gianluigi Buffon, dem Torwart von Juventus Turin einschlägt.

1:1 - alles wieder offen. Doch die Zuschauer saßen gerade wieder auf ihren Hartschalen-Sitzen, als sich bereits die nächste dramatische Szene abspielte, die das Blatt zu Gunsten der Amerikaner wendete. Daniele de Rossi und Brian McBride vom FC Fulham stiegen zum Kopfball hoch, der Italiener vom AS Rom rammte dem Amerikaner vom FC Fulhalm den Ellenbogen ins Gesicht. Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay zückte völlig zu Recht die rote Karte, während McBride am Boden liegend den Rasen voll blutete. Rossi hatte seine Wange aufgeschlagen.

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