Fußball
Nur der 1. FC Köln muss die Segel streichen

Überraschungen Mangelware: Vor der abschließenden Partie der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am Montag zwischen Braunschweig und Borussia Dortmund schied bislang aus der Bundesliga nur der 1. FC Köln vorzeitig aus.

In der Liga hui, im DFB-Pokal pfui: Nach dem Traumstart mit zwei Siegen hat sich Aufsteiger 1. FC Köln in der ersten Hauptrunde des 62. DFB-Vereinspokals als einziges Team aus der Bundesliga bis auf die Knochen blamiert. Die "Geißböcke" um Kapitän Lukas Podolski gingen bei den Offenbacher Kickers mit 1:3 unter - und mussten sich neben dem Hohn der Fußball-Republik von ihrem Trainer Uwe Rapolder den Vorwurf der "Dummheit" gefallen lassen.

Bayern mit Minimal-Aufwand

Mit Minimal-Aufwand löste derweil Titelverteidiger Bayern München seine erste Aufgabe und zog mit einem 4:0 beim Oberligisten MSV Neuruppin in die zweite Runde ein. Zweimaliger Torschütze war Mehmet Scholl, Valerien Ismael und Andreas Ottl erzielten die weiteren Bayern-Treffer.

Beachtliche Schwierigkeiten hatten hingegen die Ligakonkurrenten Hertha BSC Berlin, der VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg, FSV Mainz 05 und der MSV Duisburg. Die Berliner kamen bereits am Samstag zu einem glücklichen 3:2 nach Verlängerung beim Südregionalligisten TuS Koblenz durch das entscheidende Tor von Niko Kovac. Der neue Schwaben-Trainer Giovanni Trapattoni konnte sich bei Debütant Mario Carevic bedanken, der mit seinem 3:2 in der 100. Minute den Grundstein zum 4:3 des VfB bei der TSG Hoffenheim am Sonntag legte.

Gladbach quält sich zum Sieg

In weiteren Sonntagsspielen quälte sich Gladbach dank der Tore durch Marek Heinz, Neuzugang Hassan El Fahkiri und Bekim Kastrati zu einen 3:0 beim Verbandsligisten FC Kutzhof, der MSV Duisburg setzte sich trotz Unterzahl durch das Tor von Klemen Lavric 1:0 beim VfL Wolfsburg II durch, der FSV Mainz 05 siegte durch Treffer von Michael Thurk, Benjamin Auer und Petr Ruman 3:0 bei Hansa Rostock II und Arminia Bielefeld konnte sich bei Sibusiso Zuma, der zweimal traf, und Michael Fink für das 3:0 beim Verbandligisten Preußen Magdeburg bedanken.

Rapolder grantelt nach dem frühen Aus

"Wir haben einige Dinge aufzuarbeiten", grantelte Rapolder nach dem bereits fünften Erstrunden-Aus des FC innerhalb von elf Jahren. Erste Zielscheibe seiner Kritik war Andrew Sinkala, dessen "dummes Foul" beim Stande von 1:0 für Köln mit einer Roten Karte geahndet wurde und so die Wende einleitete. Zweitliga-Neuling Offenbach trat gegen Köln mit "göttlichem Beistand" an. "Der Papst ist zwar derzeit in Köln, aber wir hatten ihn heute im Sack", sagte OFC-Trainer Hans-Jürgen Boysen nach dem unerwarteten Triumph in der Neuauflage des Finales von 1970, das die Kickers damals 2:1 gewonnen hatten. Während OFC-Präsident Dieter Müller bereits vom "Hammer-Los" Bayern München für die zweite Runde träumte, hatte der Abend für einige der leidgeprüften FC-Anhänger noch einen bitteren Nachgeschmack. Bei einem Busunfall zogen sich fünf Fans Schnittwunden zu und mussten ins Krankenhaus.

St. Pauli lässt aufhorchen

Der ehemalige Bundesligist FC St. Pauli setzte seine gute sportliche Entwicklung auch im Pokal fort. In der Regionalliga Nord noch ungeschlagen, setzten sich die Hamburger auch gegen den Zweitligisten Wacker Burghausen durch. "Geiler geht´s nicht", jubelte Felix Luz, der den 3:2-Endstand in der 113. Minute herstellte.

Das Gros der Bundesligisten hatte wenig Mühe mit der ersten Hürde auf dem Weg nach Berlin. Pokalfinalist Schalke 04 gewann beim FC Bremerhaven 3:0. Werder Bremen, Pokalsieger 2004, setzte sich mit einer laut Trainer Thomas Schaaf "flotten Leistung" beim Ex-Bundesligisten Wattenscheid 09 3:1 durch. Der Hamburger SV feierte beim 5:1 bei den Stuttgarter Kickers eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel im UI-Cup-Finale am Dienstag beim FC Valencia. Der 1. FC Nürnberg siegte ohne Mühe 4:0 beim Süd-Regionalligisten 1. FC Eschborn.

Der VfL Wolfsburg musste beim 2:0-Sieg beim letztjährigen HSV-Schreck SC Paderborn ebenso wenig an seine Leistungsgrenze gehen wie der 1. FC Kaiserlautern im Derby beim 3:0 bei Eintracht Trier. Den höchsten Sieg feierte Bayer Leverkusen durch das 8:0 bei Rot-Weiß Erfurt II. Mann des Tages war der unter der Woche von Feyenoord Rotterdam verpflichtete Serbe Danko Lazovic, dem bei seinem Debüt ein Hattrick gelang.

Ärger in Regensburg

Ärger gab es in Regensburg, wo Jahn-Trainer Mario Basler nach dem 1:3 n.V. gegen Alemannia Aachen forderte, Schiedsrichter Markus Schmidt müsse man "aus dem Verkehr ziehen". Erst im Elfmeterschießen gewann Zweitligist 1. FC Saarbrücken mit 5:4 beim FC Ingolstadt. Mit 5:2 n.V. schaffte Hansa Rostock beim südbadischen Verbandsligisten FC Villingen mit seinem neuen Trainer Frank Pagelsdorf den ersten Pflichtspielsieg der Saison.

Am Montag schließen Zweitligist Eintracht Braunschweig und Borussia Dortmund die erste Hauptrunde ab.

© SID

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