Nur die Qualifikation zäht
Scolari will gegen den Iran siegen, nicht glänzen

Für Felipe Scolari zählt im heutigen WM-Gruppenspiel gegen den Iran (15.00 Uhr) nur die vorzeitige Qualifikation für das WM-Achtelfinale. Die Art und Weise des Sieges ist dem Trainer der Portugiesen dabei egal.

Die Hoffnungen der portugiesischen Fans auf berauschenden Zauberfußball im Gruppenspiel gegen den Iran könnten wieder enttäuscht werden. Immerhin hat der Trainer des Vize-Europameister, Felipe Scolari, bereits klar gemacht, dass der vorzeitige Sprung ins WM-Achtelfinale und nicht die Fußballshow Priorität hat: "Es geht nicht um die Höhe des Sieges, sondern nur darum, dass wir gewinnen. Denn dann sind wir in der nächsten Runde." Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den Iran heute in Frankfurt/Main (15.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) gab der Coach zudem den Diskussionen um "Sorgenkind" Cristiano Ronaldo neue Nahrung.

"Fußball-Spieler sind wie kleine Kinder. Sie sind verwöhnt und müssen gut umsorgt werden", meinte "General Felipao" mit Blick auf den Jungstar von Manchester United. Ronaldo hatte nach seiner schwachen Leistung beim 1:0-Auftaktsieg gegen Angola zuletzt wegen offiziell als "Müdigkeit" deklarierter muskulärer Probleme nur Lauftraining absolviert.



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Scolari: "Wir brauchen einen gesunden Cristiano Ronaldo"

Nach der Abschlusseinheit am Freitagmorgen im Frankfurter WM-Stadion erklärte Scolari zwar: "Ronaldo ist fit. Wir brauchen einen gesunden Cristiano Ronaldo." Eine Einsatzgarantie für den 21-Jährigen ist das aber nicht. Auch Spielmacher Deco musste im ersten Spiel zuschauen, obwohl er eine Knöchelverletzung auskuriert hatte. Rückendeckung erhielt Ronaldo aber von Superstar und Kapitän Luis Figo. "Seine Leistung war sicher nicht brillant. Aber es war sein erstes WM-Spiel, und da ist es ganz normal, dass man ein bisschen nervös ist", sagte Figo: "Er muss einfach ruhig bleiben. Jeder weiß, was er kann. Er kann uns sicher helfen, unsere Ziele zu erreichen."

Im ersten Spiel hatte das in erster Linie Figo alleine getan. Der Weltfußballer von 2001 hatte in der Spielmacher-Position von Deco eine Klasse-Leistung gezeigt und war als "Spieler des Spiels" ausgezeichnet worden. Solche Ehrungen sind dem 33-Jährigen von Inter Mailand aber nicht wichtig. "Ich muss niemandem mehr etwas beweisen", sagte Figo, der Deco am Samstag wieder dessen Platz überlassen und auf seine angestammte rechte Außenbahn zurückkehren wird. "Deco muss sich überhaupt keine Sorgen um seinen Platz machen. Ich habe da nur gespielt, weil er gefehlt hat", meinte Figo. Auch Bundesliga-Profi Fernando Meira freut sich, dass Deco wieder dabei ist. "Er ist unser Spielmacher, mit ihm haben wir mehr Möglichkeiten", meinte der Stuttgarter.

Gleiche Startformation bei den Iranern

Irans Nationaltrainer Branko Ivankovic wird mit der gleichen Formation wie beim 1:3 gegen Mexiko beginnen. Dabei sein wird auch der frühere Bundesligaprofi Ali Daei.

"Nach dem Spiel gegen Mexiko waren einige Spieler angeschlagen, aber jetzt sind alle fit. Daei ist ein wichtiger Führungsspieler und kann mit dafür sorgen, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen", sagte der Serbe auf der Abschluss-Pressekonferenz am Freitag in Frankfurt.

Ivankovic, der auch intern im iranischen Verband unter starkem Druck steht, fürchtet vor dem Spiel vor allem die individuelle Klasse der Portugiesen, die der Hamburger Mehdi Mahdavikia als "eine der stärksten europäischen Mannschaften" bezeichnet. "Spieler wie Luis Figo, Pauleta, Deco und Cristiano Ronaldo können ein Spiel entscheiden", sagt Ivankovic.

© SID

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