Fußball
Österreichs Nationalcoach Krankl muss gehen

Josef Hickersberger wird voraussichtlich die Nachfolge des österreichischen Nationaltrainers Hans Krankl antreten, dessen Entlassung zum Jahresende vom österreichischen Fußball-Verband (ÖFB) beschlossen wurde.

Der österreichische Fußball-Verband (ÖFB) hat die Beendigung des Engagements von Nationaltrainer Hans Krankl zum Jahresende bekannt gegeben und zog damit die Konsequenz aus der verpassten Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Die Nachfolge wird voraussichtlich Josef Hickersberger antreten, der das Austria-Team auf die Europameisterschaft 2008 im eigenen Land vorbereiten soll. Mit dem gegenwärtigen Arbeitgeber Hickersbergers, Champions-League-Gegner von Bayern München Rapid Wien, ist sich der Verband bereits einig geworden.

"Es ehrt mich sehr, dass sich einige Herren vorstellen können, dass ich Teamchef werden soll. Ich konzentriere mich im Moment aber auf das Spiel gegen Juventus Turin", sagte Hickersberger vor dem zweiten Gruppenspiel des österreichischen Meisters in der "Königsklasse". Hickersberger würde zum zweiten Mal auf dem Chefsessel der ÖFB-Auswahl Platz nehmen. Bereits vom 1. Januar 1988 bis zum 14. September 1990 hatte der frühere Coach von Ex-Bundesligist Fortuna Düsseldorf das höchste Traineramt in Österreich inne. Am Ende scheiterte der Coach unter anderem an der peinlichen 0:1-Niederlage gegen den Fußball-Zwerg Färöer.

Hickersberger ist der ideale Mann

"Ich bin mir sicher, dass Josef Hickersberger der ideale Mann ist, die Mannschaft auf das große Ziel EM 2008 vorzubereiten", sagte ÖFB-Präsident Friedrich Stickler. Zuvor hatte er die Ablösung des glücklosen Krankl auf der Präsidentenkonferenz der Bundesliga bekanntgegeben. Österreich hatte unter dem 52-Jährigen Wiener, der am 21. Januar 2002 sein Debüt gegeben hatte, die Teilnahme an der WM in Deutschland bereits vor den ausstehenden Partien in England (8. Oktober) und gegen Nordirland (12. Oktober) verpasst.

Möglich ist auch, dass Hickersberger in einer Art Doppelfunktion bis zum Saisonende sowohl Rapid-Trainer als auch ÖFB-Teamchef sein wird. "Ich habe gesagt, dass ich es mir schon vorstellen kann, aber keine Ausstiegsklausel habe und nicht von Rapid weg will, denn das ist der beste Klub in Österreich", sagte der Coach jüngst.

© SID

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