Fußball
Offenbacher Kickers kicken Köln aus dem Pokal

Für den 1. FC Köln war im DFB-Pokal bereits in Runde eins Endstation. Zweitligist Kickers Offenbach bezwang den Erstliga-Rückkehrer vor 20 000 Zuschauern am Bieberer Berg mit 3:1. Viel Mühe hatte Schalke mit Bremerhaven.

Die Kickers aus Offenbach haben die Überraschung geschafft: Der Zweitligist warf in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln mit 3:1 (0:1) aus dem Wettbewerb und versetzte den heimischen Bieberer Berg in Ekstase. Die Rheinländer waren mit zwei Siegen in die Bundesliga-Saison gestartet.

Qualid Mokhtari (65.), Suat Türker (72.) per Handelfmeter und Christian Rahn (86., Eigentor) besiegelten die letztlich verdiente Niederlage der Kölner, die durch Markus Feulner (29.) zwischenzeitlich in Führung gegangen waren.

Schalke gegen Bremerhaven mit Mühe

Mit mehr Mühe als erwartet hat der deutsche Vizemeister Schalke 04 seine Auftakt-Aufgabe erfüllt. Der Vorjahresfinalist kam beim fünftklassigen FC Bremerhaven zu einem 3:0 (1:0)-Sieg und steht damit zum 16. Mal in Folge in der zweiten Runde des Wettbewerbs. Sören Larsen brachte die Gelsenkirchener mit zwei Toren auf die Siegerstraße (35./65.), bevor Zlatan Bajramovic (67.) das dritte Schalker Tor erzielte.

Hertha BSC Berlin hat mit viel Glück die zweite Runde erreicht. Die Berliner, die in den vergangenen zwei Jahren stets bei Amateurklubs frühzeitig ausgeschieden waren, zogen durch ein 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung beim Süd-Regionalligisten TuS Koblenz in die zweite Runde ein.

Kovac sorgt für Berliner Weiterkommen

Nationalspieler Arne Friedrich (7.) erzielte das 1:0. Doch Salif Keita erzwang mit seinem Treffer in der 89. Minute die Verlängerung. Und Keita war es auch, der nur wenige Sekunden nach Beginn der Verlängerung sogar das 2:1 für den TuS erzielte. Postwendend gelang den Herthanern durch Mittelfeldstar Marcelinho in der 93. Minute der Ausgleich. Niko Kovac (102.) erzielte dann das Siegtor für die Gäste.

Der FC St. Pauli eliminierte wie die Kickers Offenbach einen höherklassigen Verein. Der Regionalligist setzte sich in einem mitreißenden Kampfspiel vor 9 031 Zuschauern am Hamburger Millerntor gegen den Zweitligisten Wacker Burghausen nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 1:0) durch. Für die Entscheidung sorgte Felix Luz per Kopfball in der 113. Minute.

Die Hanseaten hätten sich die Verlängerung sogar ersparen können, denn nach Treffern von Chwitscha Schubitidse (10.) und Dennis Tornieporth (70.) sahen die Gastgeber bereits wie die sicheren Sieger aus. Doch die Gäste hatten in der Schlussphase noch etwas zuzusetzen und kamen durch Michael Wiesinger (79.) und Marek Krejci (81.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. In der Verlängerung wurde die Partie zunehmend härter. Fabio Morena von St. Pauli (101.) sowie Paul (107.) wurden vorzeitig in die Kabine geschickt.

Leverkusen locker weiter

Bayer Leverkusen hat seine Pflichtaufgabe im Fußball-Osten clever gelöst und ist mit einem 8:0 (3:0) gegen die glücklose Reserve von Rot-Weiß Erfurt in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Bayer-Neuzugang Danko Lazovic erzielte als Einwechselspieler innerhalb von elf Minuten einen Hattrick für die Rheinländer.

Der Viertliga-Aufsteiger traf dreimal Aluminium, während sich der Bundesligist durch Tore des Brasilianers Athirson (15.), Dimitar Berbatow (26.), Bernd Schneider (38./89.), Andrej Woronin (57.) und Lazovic (68./75./78.) eine Woche nach der bitteren 2:5-Heimpleite gegen Bayern München ein Erfolgserlebnis verschaffte.

Zweitligist VfL Bochum hat sich keine Blöße gegeben und Oberligist Tennis Borussia Berlin klar mit 6:0 (3:0) in die Schranken gewiesen. Vor 1 500 Besuchern im Mommsenstadion war der Pokal-Finalist von 1968 und 1988 in allen Belangen überlegen und kam durch die Tore von Pavel Drsek (6.), Mamadou Diabang (19.), Edu (20.), Dariusz Wosz (63.), Zvjezdan Misimovic (67.) und Martin Meichelbeck (83.) zu dem auch in der Höhe verdienten Erfolg.

HSV zieht in die nächste Runde ein

Bundesligist Hamburger SV tat sich gegen Regionalligist Stuttgarter Kickers schwerer als erwartet und konnte bei der Generalprobe für das Rückspiel im UI-Cup-Finale beim FC Valencia am Dienstag nicht überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Doll gewann in der ersten Pokalrunde bei Drittligist Stuttgarter Kickers nach einer insgesamt wenig überzeugenden Vorstellung am Ende mit 5:1 (1:1) und setzte damit den mit zwei Bundesliga-Erfolgen bislang sehr erfolgreichen Saisonauftakt fort. Die Tore für die Hanseaten erzielten Sergej Barbarez (13.), Thimothee Atouba (69.), Naohiro Takahara (76.), nochmals Barbarez (80., Foulelfmeter) und Mehdi Mahdavikia (84.). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Kickers-Kapitän Mimes Mehic (45.) gesorgt.

Auch ohne seinen angeschlagenen Torjäger Halil Altintop erreichte Bundesligist 1. FC Kaiserslautern mühelos die zweite Runde im DFB-Pokal. Die "Roten Teufel" gewannen das Südwestderby bei Zweitliga-Absteiger Eintracht Trier standesgemäß mit 3:0 (2:0). Für die Pfälter trafen Neuzugang Marcelo Pletsch, Carsten Jancker und Ferydoon Zandi.

Bremen schwach im Abschluss

Ex-Meister Werder Bremen hat die erste Hürde durch einen 3:1 (0:0)-Sieg bei Regionalliga-Aufsteiger Wattenscheid 09 genommen, aber einen deutlich höheren Sieg verpasst. Ivan Klasnic (59.), Daniel Jensen per Foulelfmeter (80.) und Aaron Hunt (82.) erzielten die Treffer für den fünfmaligen Cup-Sieger. Für Wattenscheid traf Lars Toborg (87.).

Dank Mike Hanke überstand der VfL Wolfsburg ohne größere Probleme die erste Runde. Der Jungnationalspieler die "Wölfe" beim Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn zu einem selten gefährdeten 2:0 (2:0)-Sieg. Der Ex-Schalker erzielte per Kopf die Führung in der 14. Minute und bereitete das entscheidende 2:0 durch Sturmpartner Diego Klimowicz mustergültig vor (28.). In der Vorsaison waren die Niedersachsen in der ersten Runde trotz eines 3:0 bei den Amateuren des 1. FC Köln ausgeschieden, weil sie den gesperrten Marian Christow eingesetzt hatten.

Pagelsdorf-Einstand bei Hansa mit Happy-End

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Frank Zweitligist Hansa Rostock am Ende noch problemlos die zweite Runde erreicht. Beim südbadischen Verbandsligisten FC Villingen gelang dem Bundesliga-Absteiger ein 5:2 (2:2, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung. Antonio di Salvo (104.), Magnus Arvidsson (112.) und Neuzugang Miso Brecko (116.) entschieden in der Nachspielzeit die Partie zugunsten der Mecklenburger.

Mit Ach und Krach ist Zweitligist Alemannia Aachen in die zweite Runde eingezogen. Der Aufstiegskandidat setzte sich dank eines verwandelten Foulelfmeters von Sergio Pinto in der 100. Minute und eines weiteren Tores von Jan Schlaudraff in der 113. Minute nach Verlängerung 3:1 (1:1, 1:0) beim Regionalliga-Klub Jahn Regensburg durch und schrammte damit an einer Blamage vorbei. Vor der spielentscheidenden Szene zum 2:1 hatte Christian Alder im Strafraum Goran Sukalo zu Fall gebracht.

Bei Zweitliga-Schlusschlicht 1. FC Saarbrücken wird die Luft für Trainer Horst Ehrmantraut immer dünner. Nach zwei Schlappen an den ersten beiden Spieltagen der 2. Bundesliga schrammten die Saarländer auch in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Bayernligisten FC Ingolstadt nur haarscharf an einer Niederlage vorbei. Am Ende setzte sich der klare Favorit 5:4 im Elfmeterschießen durch, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 (1:1, 1:1) gestanden hatte. Den entscheidende Elfmeter für die zwei Klassen höher spielenden Gäste erzielte Marcel Rozgonyi, anschließend scheiterte Mark Rosenwirth am Pfosten.

© SID

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