Offensiver ausgerichtet
Frankreich gegen Südkorea unter Zugzwang

Im zweiten Gruppenspiel gegen Südkorea muss die Auswahl der Franzosen gegen Südkorea drei Punkte einfahren. Ansonsten droht wie vor vier Jahren das vorzeitige Aus. Die Schmach von damals ist allerdings abgehakt.

Vor vier Jahren hat sich Titelverteidiger Frankreich bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea ohne einen einzigen Treffer bereits in der Vorrunde verabschiedet und wurde daheim böse beschimpft. Am heutigen Sonntag (21.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) trifft die "Equipe Tricolore" auf Südkorea, dass Trauma der letzten Endrunde ist aber voll und ganz vergessen. "Diesmal ist unsere Situation besser, die Sache ist abgehakt", behauptet Außenverteidiger Willy Sagnol.

"Wenigstens nicht verloren"

Zwar war man bei den "Blauen" nach dem torlosen Unentschieden in Stuttgart zum Auftakt gegen die Schweiz nicht überglücklich, doch vor vier Jahren starteten die Franzosen mit einer 0:1-Niederlage gegen Senegal und verpassten das Achtelfinale. Sagnol formuliert bescheiden: "Wenigstens haben wir nicht verloren. Vor allem wissen wir, dass wir uns auf die Defensive verlassen können. Das ist bei einer Weltmeisterschaft überlebenswichtig."

Doch nach heftiger Kritik aus der Heimat und in den Medien hat Nationaltrainer Raymond Domenech versprochen, bei seinen taktischen Überlegungen auch der Offensive eine wichtige Rolle zuzuerkennen. Für den Umschwung sorgte dabei ein längeres Gespräch zwischen dem Coach und seinem alternden Superstar Zinedine Zidane, der nach der WM seine glanzvolle Laufbahn beenden wird.

Henry sucht den Zweikampf

Torjäger Thierry Henry glaubt, dass die taktische Ausrichtung der Asiaten dem ehemaligen Welt- und Europameister in die Karten spielt: "Südkorea wird nicht so verbissen verteidigen wie die Schweiz, da werden sich für uns Möglichkeiten ergeben. Was mich betrifft, werde ich bestrebt sein, die Eins-zu-Eins-Situationen zu suchen und zu gewinnen."

Die aktuelle Torbilanz der Equipe Tricolore ist erschreckend, in den letzten vier WM-Spielen haben die Franzosen keinen Treffer mehr erzielt. Solche Probleme haben die Südkoreaner nicht. Zwar gerieten sie bei ihrem ersten Match gegen WM-Neuling Togo überraschend in Rückstand, behielten am Ende aber doch mit 2:1 die Oberhand.

Südkorea furchtlos

Daher hat Stürmer Lee Chun-Soo keinerlei Furcht, gegen die Franzosen nicht bestehen zu können: "Frankreich hat eine Mannschaft mit großen Namen. Aber mittlerweile sind wir es gewöhnt, gegen solche Teams zu spielen, es ist für uns nichts Besonderes mehr."

© SID

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