"Ohne ihn geht es nicht"
Klinsmann mit Heimspiel in Stuttgart

Wenn heute in Stuttgart im Spiel um den dritten Platz Deutschland auf Portugal trifft, wird vor allem Jürgen Klinsmann gefeiert werden. Den Bundestrainer erwartet in seiner Heimatstadt eine Welle der Begeisterung.

Als Trost für das verpasste Finale wird Jürgen Klinsmann heute im Spiel um Platz drei gegen Portugal (21.00 Uhr/live im ZDF und bei Premiere) eine riesige Sympathiewelle entgegen schlagen. Die Fans in der Heimatstadt des Bundestrainers werden wohl mit allem Nachdruck eine Fortsetzung der "Ära Klinsmann" fordern.

"Ich empfinde diese Zuneigungen als Kompliment, das ist mir lieber als eine Wohnsitzdebatte. Aber ich brauche nach dem Turnier ein paar Tage Zeit, um mich mit meiner Familie abzusprechen. Dafür habe ich das Verständnis des DFB-Präsidiums und der Mannschaft", betonte der 41-Jährige aber kurz vor dem Abflug des DFB-Teams von seinem WM-Standort Berlin in die Schwaben-Metropole noch einmal.

Beckenbauer: "Ohne ihn geht es nicht"

Auch Franz Beckenbauer verdeutlichte zum wiederholten Male, dass es zu Klinsmann keine Alternative gibt. "Die Mannschaft braucht Klinsmann. Ohne ihn geht es nicht. Er hat etwas angefangen, dass er jetzt auch zu Ende führen muss", sagte der WM-OK-Chef dem Sport-Informations-Dienst (sid). Beckenbauer äußerte aber ebenso Verständnis dafür, "dass Klinsmann jetzt erst einmal die Erfahrungen, die Eindrücke, die Emotionen sacken lassen will."

Klinsmann, der drei Tage nach dem dramatischen Halbfinal-Aus gegen Italien offensichtlich wieder zu seiner Lockerheit gefunden hat, versicherte zudem, dass seine Entscheidung an keine Bedingungen geknüpft sei und er auch keine Furcht vor der anstehenden EM-Qualifikation habe.

"Meine Zukunft hat nichts mit Kompetenzen oder mangelndem Selbstvertrauen zu tun", sagte Klinsmann und prophezeite seiner Mannschaft unabhängig von der künftigen Leitung eine rosige Zukunft: "Die Mannschaft hat so viel Selbstbewusstsein, sie kann zuversichtlich nach vorne blicken."

Der Tatsache, dass er am Samstag mit seiner Mannschaft in Stuttgart spielt, kann er trotz aller persönlichen Bindungen an die baden-württembergische Landeshauptstadt nicht viel Positives abgewinnen. "Wir hätten lieber das große Finale am Sonntag in Berlin gespielt als das kleine in Stuttgart", meinte der Bundestrainer, der seine Spieler nach einem freien Donnerstag bereits am Freitagmorgen in Berlin zum Abschlusstraining versammelt hatte. Dabei hatten sich in der DFB-Auswahl erstmals im Turnierverlauf die Reihen deutlich gelichtet.

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