OK-Drohung
"Flitzer" müssen bei WM tief in die Tasche greifen

Strafen in bis zu sechsstelliger Höhe drohen den so genannten "Flitzern" bei der WM. Durch einen Auftritt im Adamskostüm entstehe ein Werbeausfall in entsprechender Höhe, hieß es seitens des WM-Organisationskomitees (OK).

Gut überlegen sollten sich die "Flitzer" einen Auftritt im Adamskostüm bei der Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli). Im Falle eines leichtbekleideten oder gar gänzlich nackten Erscheinens auf dem Spielfeld, drohen empfindliche Strafen. "Hochrechnungen durch die Fifa haben ergeben, dass man durch den Werbeausfall schnell bei einer Strafe in sechsstelliger Höhe wäre. Da müssen sich diese Leute überlegen, ob sich das noch rentiert", sagte Helmut Spahn, beim WM-Organisationskomitee (OK) zuständig für die Sicherheit.

Als Abschreckung hilft laut Spahn auch das Urteil des Rostocker Oberlandesgericht (OLG), das zuletzt die Bußgeldzahlung zweier "Flitzer" an Zweitligist Hansa Rostock in Höhe von 10 000 Euro bestätigt hatte. Das Urteil dürfte als obergerichtliche Entscheidung weitreichende Wirkung haben und weitere Nachahmer von unerlaubten Ausflügen auf den grünen Rasen eines Fußball-Stadions abhalten.

Beim Konföderationen-Cup im vergangenen Sommer hatten einige "Flitzer" bei den Spielen für Aufsehen gesorgt und Diskussionen um die Sicherheit in den Stadien ausgelöst. WM-OK-Chef Franz Beckenbauer hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, "dass es bei der WM nicht mehr passieren darf, dass sich da einige mit Gymnastik ihre Zeit vertreiben". Man müsse verhindern, "dass sich da einige einen Spaß daraus machen und dass das zu einem regelrechten Sport wird".

© SID

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