Oranje hat mit Portugal „zwei Rechnungen offen“
Kampfansagen nach der Nullnummer

Nach dem enttäuschenden 0:0 im vermeintlich Topspiel zwischen den Niederlanden und Argentinien geben sich beide Teams selbstbewusst und zufrieden. Vor allem "Oranje" schickt schon mal eine Kampfansage in Richtung Achtelfinalgegener Portugal.

FRANKFURT. Die meisten der 48 000 Zuschauer im Frankfurter WM-Stadion hatten auf eine echte Fußball-Gala gehofft. Argentinien gegen die Niederlande - das versprach eigentlich Fußball vom feinsten. Doch es wurde eine glanzlose Nullnummer, die höchstens ein Paar unter den Zuschauern glücklich machte: Kronzprinz Willem Alexander und seine Prinzessin Maxima, bekanntlich Argentinierin. Gemeinsam hatten sie das vermeintliche Topspiel der Gruppe C umgeben von weiteren Würdenträgern wie dem niederländischen Premier Balkenende, "Oranjes" Fußball-König Johan Cruyff und der rechten Hand des Fußballgottes, Diego Armando Maradona, im vornehmen VIP-Bereich verfolgt. Schiedlich friedliche Punkteteilung, kein Grund für königliche Auseinandersetzungen im Hause Oranien.

Aber auch bei den Protagonisten des Abends herrschte Zufriedenheit, wo man hinblickte. "Argentinien hat eine sensationelle Mannschaft", zollte Bondscoach Marco van Basten dem zweimaligen Titelträger höchsten Respekt. "Argentinien ist derzeit das Maß der Dinge. Und da haben wir uns gut verkauft." "Gaucho"-Coach José Pekerman, gab das Kompliment gerne zurück: "Dass wir nicht gewonnen haben, lag an unserem starken Gegner." Nur nicht noch mehr in die Rolle des Topfavoriten drängen lassen. Das hatte dem 56-Jährigen, der in der Heimat als Psychologe gilt, schon nach den weltmeisterlichen Auftritten gegen die Elfenbeinküste und Serbien-Montenegro nicht gefallen.

Und das passt ihm auch nach dem glanzlosen Auftritt gegen die Niederlande nicht, weshalb er vor dem Achtelfinalgegner warnt. "Mexiko ist immer in der Lage Tore zu machen, zeigt technisch starken Fußball und gibt niemals auf. Sie stehen ganz oben in der Weltrangliste und haben einen guten Confedcup gespielt", sagte Pekerman und dachte wohl an den zähen Kampf im Halbfinale, den die "Albiceleste" nach 120 spannenden Minuten (1:1) erst im Elfmeterschießen (6:5) gewann. "Und auch wenn sie bislang nicht so aufgetrumpft sind: Niemand sollte denken, dass das ein leichter Gang wird. Mexiko wird ein starker Gegner sein. Aber ab jetzt ist sowieso jedes Spiel schwierig."

Kritik an der Tatsache, dass beide Trainer fünf Stammkräfte schonten, wollten weder Pekerman noch van Basten gelten lassen. "Wir mussten vorsichtig sein, da die Partie am Sonntag wichtiger als das heutige Spiel ist", sagte der Bondscoach. "Wenn wir da verlieren, ist das Turnier zu Ende. Auf der anderen Seite stehen uns, wenn wir Glück haben, noch vier Endspiele bevor. Da dürfen wir keinen Fehler mehr machen." Van Basten hat gelernt aus der Vergangenheit, als die "Elftal" regelmäßig in Schönheit starb, zuletzt im Halbfinale der Euro 2004 gegen Portugal.

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