Fußball
Overath: "Lasst den Lukas in Ruhe Fußball spielen"

Wolfgang Overath hat das Werben von Bayern München um Stürmer Lukas Podolski scharf kritisiert. "Das schadet dem Jungen doch nur und kann nicht spurlos an ihm vorübergehen", sagte der Präsident des 1. FC Köln.

Wolfgang Overath hat offenbar Angst um Lukas Podolski. "Wie die Bayern sich verhalten. Wenn es immer wieder heißt: Wir wollen ihn. Das schadet dem Jungen doch nur. Man sollte darüber nicht dauernd öffentlich spekulieren, das kann nicht spurlos an Lukas vorüber gehen", sagte der Weltmeister von 1974 und Präsident vom 1. FC Köln zum öffentlichen Interesse von Meister Bayern München an Nationalstürmer Lukas Podolski in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung (Mittwoch-Ausgabe).

Das Verhalten von Bayern-Manager Uli Hoeneß und dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge wollte Overath nur indirekt kommentieren: "Das ist Geschmackssache, wie das derzeit abläuft. Das muss jeder mit sich selbst vereinbaren, wie er da ständig auftritt." Hoeneß und Rummenigge hatten öffentlich angedeutet, den 20-Jährigen schon 2006 aus dem bis 2007 laufenden Kontrakt herauslösen zu wollen.

"Lukas will derzeit gerne in Köln bleiben"

Der FC-Boss sieht diesem Ansinnen relativ gelassen entgegen. "Ach, was der Uli sagt! Das ist ja schön, aber Lukas hat nun mal einen Vertrag bis 2007. Die ganze Debatte erledigt sich vielleicht ohnehin bald, wenn Lukas hier um ein paar Jahre verlängert, weil er hier daheim ist. Lukas hat noch einen Vertrag und will derzeit gerne in Köln bleiben. Ich glaube, das ist auch für den Menschen Lukas Podolski am besten, wenn er in einer vertrauten Umgebung spielt, wo er sich auskennt. Und genau das ist unsere Chance, wenn andere um ihn werben."

Overath macht der öffentliche Druck auf den Shootingstar des FC die größten Sorgen. "Ich kann nur warnen. Mit dem ganzen Theater tut man dem Jungen keinen Gefallen. Er ist ein hochtalentierter Fußballer, der aber erst am Anfang seiner Karriere steht. Den Hype, der seit dem Confed-Cup in ganz Deutschland herrscht, den erlebt er hier in Köln schon seit einem Jahr. Wenn es so weiter geht, kommt er damit irgendwann nicht mehr klar", sagte der einstige Mittelfeldstar und fordert: "Also: Lasst den Lukas in Ruhe Fußball spielen!"

© SID

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