Packende Partie gegen Serbien
Elfenbeinküste verabschiedet sich mit Sieg

Der WM-Debütant hat seinem scheidenden Trainer Henri Michel gegen Serbien und Montenegro einen würdigen Abgang beschert. Obwohl beide Mannschaften schon vor dem Anpfiff keine Chance mehr auf den Einzug ins Achtelfinale hatten, lieferten sie sich eine packende Partie.

Die Elfenbeinküste hat sich mit dem ersten Sieg bei einer WM von der Endrunde in Deutschland verabschiedet. Die bereits ausgeschiedenen Ivorer schlugen Serbien und Montenegro 3:2 (1:2) und bereiteten ihrem scheidenden Trainer Henri Michel damit einen würdigen Abgang. Die gemeinsame Länderspiel-Historie von Serbien und Montenegro endete dagegen mit einer weiteren Niederlage. Das politisch geteilte Land belegte durch die dritte Pleite im dritten Vorrundenspiel auch den letzten Platz in Vorrunden-Gruppe C.

Nikola Zigic (10.) und Sasa Ilic (20.) hatten die Serben, die zuvor 0:6 gegen Argentinien verloren hatten, schnell mit 2:0 in Führung geschossen. Doch Aruna Dindane brachte die Elfenbeinküste wieder ins Spiel. Erst verwandelte der Stürmer von RC Lens einen Handelfmeter (37.), dann war er per Kopf erfolgreich (67.). Den 3:2-Siegtreffer erzielte Bonaventure Kalou ebenfalls durch einen verwandelten Handelfmeter (86.). Serbien musste die Partie mit zehn Mann zu Ende spielen, nachdem Albert Nadj wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte (45). In der Nachspielzeit sah auch Cyril Domoraud wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte.

66 000 Zuschauer in der ausverkauften Münchner WM-Arena sahen von Beginn an eine packende Partie. Obwohl beide Mannschaften schon vor dem Anpfiff keine Chance mehr auf den Einzug ins Achtelfinale hatten, war ihnen der Wille anzumerken, die beiden Auftaktpleiten vergessen zu machen. Die Kontrahenten schenkten sich im strömenden Regen nichts und kämpften erbittert um den ersten WM-Sieg 2006.

Beide Trainer hatten ihre Elf im Vergleich zu den vergangenen Niederlagen umgebaut. Henri Michel, der ebenfalls seinen Hut nehmen wird, brachte sechs Neue. Für den nach der zweiten Gelben Karte gesperrten Star Didier Drogba stürmte Dindane. Petkovic hatte seine Elf auf vier Positionen geändert. Zigic, einer der Neuen, nutzte gleich die erste Chance zur Führung. Nach einem Traumpass von Kapitän Dejan Stankovic vollendete er ein Solo zum 1:0.

Der 25-Jährige beendete damit die jugoslawische Durststrecke von 231 WM-Minuten ohne Treffer. Der ehemalige Bundesliga-Spieler Slobodan Komljenovic hatte als Letzter beim 1:2 im Achtelfinale der WM 1998 gegen die Niederlande getroffen. In der 16. Minute nahm die Länderspielkarriere von Mladen Krstajic ein unrühmliches Ende. Dindane verletzte den Schalker, der vor der Partie seinen Abschied verkündet hatte, versehentlich am Handgelenk, woraufhin Krstajic ausgewechselt werden musste.

Die Serben spielten unbeeindruckt weiter und erhöhten durch Ilic auf 2:0, ehe die Elfenbeinküste aufdrehte und durch Dindane verkürzte. Der 25-Jährige musste seinen Handelfmeter wiederholen, nachdem seine Teamkollegen zu früh in den Strafraum gelaufen waren.

Dindane traf zweimal sicher unten rechts. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die "Elefanten" noch einmal die Schlagzahl. Doch Kanga Akale (58.), Dindane (61. und 63.) und Blaise Kouassi, der an die Latte schoss (62.) ließen zunächst beste Chancen ungenutzt.

© SID

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