Paraguay zeigt sich kämpferisch
"Albirroja" gibt sich noch nicht auf

Trotz der 0:1-Pleite zum WM-Auftakt gegen England glauben die Akteure Paraguays weiter an ihre Chance auf das Achtelfinale. Die Enttäuschung wiegt bei Nelson Valdez und Co. aber vorerst schwer.

Hochgradig enttäuscht hat Nelson Valdez auf das unglückliche 0:1 von Paraguay zum WM-Auftakt gegen England reagiert. "Wir hatten vor dem Spiel an uns und unsere Chance geglaubt. Aber dann so ein blödes Gegentor gekriegt. Dann musste auch noch der Torwart raus. Wir sind schon sehr enttäuscht. Das war ärgerlich", sagte der zukünftige Stürmer von Borussia Dortmund. Der Ärger von Valdez kam nicht von ungefähr, denn der Spielverlauf hätte kaum unglücklicher für Paraguay sein können.

Zunächst köpfte Kapitän Carlos Gamarra einen Freistoß seines Gegenübers David Beckham ins eigene Tor (3.), dann sorgte Keeper Justo Villar für einen traurigen WM-Rekord, auf den die Südamerikaner gerne verzichtet hätten. Der 28-Jährige musste in der achten Minute seinem Ersatz-Torhüter Aldo Bobadilla Platz machen. Grund für den schnellsten Torwart-Tausch der WM-Historie war ein Muskelfaserriss, der das Endrunden-Aus für Villar bedeutet. Da Paraguay keinen Spieler mehr nachnominieren darf, muss das Team die WM mit zwei Torhütern zu Ende bringen.

An ein schnelles Ende im Turnier will Valdez, der kurz vor der Pause die größte Tormöglichkeit für seine Mannschaft vergab, aber trotz des Fehlstarts nicht denken. "Wir wollen immer noch weiterkommen. Gegen Schweden zählt nun aber nur ein Sieg. Denn wenn wir nur einen Punkt holen sollten, würde es schon sehr schlecht aussehen", meinte der 22-Jährige.

Während Valdez nach der Niederlage einen niedergeschlagenen Eindruck machte, verblüffte sein aufgeräumt wirkender Sturmpartner Roque Santa Cruz mit einer doch recht eigenwilligen Spielanylyse. Der Angreifer von Rekordmeister Bayer München hatte sein Team "besser als die Engländer" gesehen. "Wir hätten wirklich nicht verlieren müssen. Aber wir haben einfach kein Tor gemacht und wir hätten den einen Fehler nicht machen dürfen", erklärte der 22-Jährige.

Für ihn selbst sei die Partie nach seinen jüngsten Verletzungsproblemen sogar "ein Schritt nach vorne" gewesen, fügte Santa Cruz hinzu. Und wie sein Teamkollege Valdez hat der Torjäger die Runde der letzten 16 noch nicht abgehakt: "Wir wollen jetzt zeigen, dass wir gewinnen können. Mit zwei Siegen schaffen wir noch den Sprung ins Achtelfinale."

Diese kämpferische Einstellung ist genau das, was Trainer Anibal Ruiz von seinen Profis hören möchte. "Wir haben uns noch in der Umkleidekabine geschworen, dass wir nur das Positive aus dem Spiel ziehen wollen. Wir haben uns sehr gut verkauft. Noch ist nichts verloren", sagte der Uruguayer.

© SID

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