Parreira-Jubiläum misslungen
Mexiko vermiest Brasilien die Samba-Laune

Die Mexikaner haben den Brasilianern die Samba-Stimmung beim Confederations Cup vermiest. Das Team von Ricardo La Volpe schlug die Elf von Carlos Alberto Parreira am Sonntagabend in Hannover in einer erstklassigen und phasenweise hoch dramatischen Partie mit 1:0 (0:0). Das einzige Tor des Abends schoss Jared Borgetti, nachdem der Stürmer zuvor einen Elfmeter, den er zweimal wiederholen musste, verschossen hatte.

HANNOVER. In der mit 43 677 Zuschauern ausverkauften WM-Arena am Hannoveraner Maschsee bekamen die Brasilianer die kämpferisch sehr starken Mexikaner nie richtig in den Griff. Die Mannschaft von Ricardo La Volpe blieb im 20. Spiel in Folge unbesiegt und verdarb Parreiras das Jubiläum als Nationaltrainer, er saß zum 100. Mal auf der Bank der Brasilianer. Mit dem Sieg qualifizierten sich die Mexikaner für das Halbfinale, während die Brasilianer im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Japan mindestens Unentschieden spielen müssen. Die Japaner hatten am Sonntag die Griechen bezwungen.

Brasiliens Coach Parreira hatte vor dem Spiel gesagt, dass die Mexikaner seinem Team mehr Probleme bereiten werde als die Griechen und er sollte mehr als Recht behalten. "Mexiko, Mexiko, rah rah rah", hallte es durch die Arena in Hannover, denn die meisten Zuschauer waren Fans des La-Volpe-Teams. Das begann wie die Griechen und versuchte sofort das Spiel in die Hand zu nehmen und die Brasilianer in die Abwehr zu drängen. So hatten die Mexikaner gleich zu Beginn ein zwei gute Szenen, als sie schnell über die Flügel nach vorne spielten. Salvador Carmona bewies auf der rechten Außenbahn, dass die Spieler der "El Tri" technisch nicht weit hinter den brasilianischen Ballkünstlern anzusiedeln sind.

Vor dem Tor war die Herrlichkeit zunächst aber vorbei, die wenigen guten Chancen vergaben die Mexikaner meist kläglich. Und wenn die Lateinamerikaner doch mal zum Torschuss kamen, wie etwa in der 26. Minute durch Jared Borgetti aus elf Metern und spitzem Winkel, dann war Dida zur Stelle, der sehr gute Torhüter der Brasilianer.

Die Selecao, die Auswahl von Parreira, spielte zunächst - wie schon gegen Griechenland - sehr geschickt. Hinten gingen sie genau wie die Mexikaner äußerst robust zur Sache und vorne spielten sie geduldig und suchten ihre Chance, ohne das Tempo überzustrapazieren.

Regie beim brasilianischen Angriffsstück führte meist Ronaldinho, der erneut eine gute Partie spielte und die Bälle aus der Mitte heraus verteilte. Hin und wieder suchte Ronaldinho auch selbst den Abschluss, etwa in der 15. Minute, als sein Schuss knapp am Tor von Oswaldo Sanchez vorbeiging. Ohnehin versuchten es die Brasilianer mehrfach mit Schüssen aus der zweiten Reihe oder von der Strafraumgrenze, blieben aber immer wieder an den Abwehrspielern Gonzales Pineda, Carlos Salcido, Aaron Galindo oder Ricardo Osorio hängen, oder der Ball ging knapp daneben wie in der 23. Minute nach einem Schuss von Adriano.

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