Parreira will die „halbe Mannschaft austauschen“ – Mexikaner schlagen den Turnier-Favorit in Hannover mit 1:0
Brasiliens Trainer setzt nach Niederlage auf neue Spieler

Die Brasilianer hatten fest eingeplant Gruppensieger zu werden und das Hotel im Halbfinal-Spielort Hannover schon gebucht. Doch aus eigener Kraft können sie nicht mehr Erster werden; und der Zweite der Gruppe B spielt in Nürnberg.

HANNOVER. Die Brasilianer haben gewusst, was sie erwartet: "Wir spielen immer den selben Stil, ob wir gegen die Dominikanische Republik oder Brasilien antreten - für meine Spieler ist es das gleiche", sagte Ricardo La Volpe, der argentinische Trainer der mexikanischen Nationalmannschaft am späten Sonntagabend in Hannover. Seine Spieler hatten in einem sehr guten und spannenden Fußballspiel gerade den Topfavoriten des Confederations Cup vor 43 677 Zuschauern mit 1:0 bezwungen und blieben damit zum 20. Mal in Folge unbesiegt.

Durch die Niederlage können die Brasilianer nicht wie geplant ganz entspannt zum letzten Gruppenspiel gegen Japan am Mittwoch in Köln anreisen. Sie müssen nun mindestens unentschieden spielen, sonst ziehen die Japaner in das Halbfinale ein. Trainer Carlos Alberto Parreira, der gegen Mexiko zum 100. Mal auf der brasilianischen Bank saß, zollte den Asiaten vorab schon seinen Respekt: "Es wird gegen Japan schwer genug. Das ist eine sehr starke und gut organisierte Mannschaft." Um die Japaner zu schlagen setzt Parreira erstmals auf Rotation: "Es kann sein, dass wir die Hälfte des Teams austauschen", sagte er am Montag.

Die Brasilianer hatten fest eingeplant Gruppensieger zu werden und das Hotel im Halbfinal-Spielort Hannover schon gebucht. Doch aus eigener Kraft können sie nicht mehr Erster werden; und der Zweite der Gruppe B spielt in Nürnberg. Wer ihr Gegner im Halbfinale wird, interessiert die Brasilianer kaum, sie konzentrieren sich darauf, überhaupt weiter zu kommen: "Im Moment zählt nur, dass wir uns für das Halbfinale qualifizieren", sagte Parreira mit Blick auf das Spiel gegen Japan am Mittwoch (20.45 Uhr).

Noch größeren Respekt als den Japanern zollte Parreira den Mittelamerikanern. "Die Mexikaner waren sehr ballsicher und vor allem physisch sehr stark. Das hat man im Spiel mit und ohne Ball gesehen", sagte Parreira. Der Weltmeistertrainer von 1994, der wie schon gegen Griechenland sein bestes Team aufgeboten hatte, umschrieb damit in freundlichen Worten, dass die Mexikaner mit "ihrem Stil" seiner Elf zeitweise den letzten Nerv geraubt hatten. Die Brasilianer vergaben zwar einige gute Chancen, bekamen die Mexikaner aber nie richtig in den Griff.

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