Fußball
Paukenschlag in Hannover: Kind will aufhören

Hannover 96 muss sich bald einen neuen starken Mann suchen: Geschäftsführer und Präsident Martin Kind will zurücktreten. "Das soll so schnell wie möglich passieren, auf jeden Fall in diesem Jahr", sagte der 96er-Chef.

Personeller Paukenschlag bei Bundesligist Hannover 96: Martin Kind wird noch in diesem Jahr als Geschäftsführer und Präsident zurücktreten. Das gab der Hörgeräte-Unternehmer, der den Niedersachsen seit acht Jahren vorsteht, am Mittwoch etwas überraschend bekannt.

"In ihrer turnusmäßigen Versammlung Ende August werden die Gesellschafter eine Entscheidung über die personelle Besetzung der hauptamtlichen Geschäftsführung in der Hannover 96 Kgaa, der Sales and Service und der Arena KG treffen. An diesen strukturellen Veränderungen werde ich mitwirken und die operative Verantwortung nach einer Übergangsphase übergeben" hieß es in einer Pressemitteilung. "Das soll so schnell wie möglich passieren, auf jeden Fall in diesem Jahr", sagte der 60-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (sid).

"Die letzten acht Jahre waren okay"

Berufliche oder vereinsinterne Gründe seien allerdings nicht ausschlaggebend für den Rückzug gewesen. "Dieser Schritt ist intern schon seit einigen Monaten diskutiert worden. Die letzten acht Jahre waren okay. Die sind aber Vergangenheit. Nun gilt es, die Zukunft zu organisieren. Wir haben gute Leute, die diese Aufgaben übernehmen", erklärte Kind weiter und fügte an: "Mit meiner beruflichen Tätigkeit hat das nichts zu tun. Ich fühle mich auch nicht zu alt. Und ich wusste, ein solcher Job verläuft natürlich nicht immer konfliktfrei. Es gibt mal Sonne, mal Schatten und mal Regen."

In der Ära Kind schaffte Hannover 96 den Sprung von der Regionalliga zurück in die Bundesliga, wo sich der Verein mittlerweile etabliert hat. Zudem wurde der Bau der AWD-Arena, bei der WM 2006 in Deutschland Spielort, realisiert. Und der Wechsel von Jan Simak zu Bayer Leverkusen brachte 96 2002 die Klub-Rekordablöse von geschätzten 6,5 Mill. Euro.

Während seiner Amtszeit ist Martin Kind keinen Reibereien aus dem Weg gegangen, für Aufsehen sorgte unter anderem die öffentlichen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Trainer Ralf Rangnick und Ex-Sportdirektor Ricardo Moar oder die Schlichtung im Streit zwischen dem neuen Manager Ilja Kaenzig und Cheftrainer Ewald Lienen. Als Gesellschafter wird Kind weiterhin der Hannover 96 Sales & Service angehören.

© SID

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