Pep Guardiola
Elf Gründe, warum der Bayern-Trainer gehen sollte

Diese Debatte nervt: Bleibt Bayern-Coach Guardiola? Die Münchner lassen keine Gelegenheit aus, sich bei dem Spanier anzubiedern. Doch der Meister zögert. Warum das Fußball-Genie eine neue Herausforderung braucht.
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DüsseldorfDas Management des FC Bayern ist nervös, und zwar nicht wegen der Mannschaft – die spielt überragend, wie die Leistung gegen Pokalsieger Wolfsburg am Dienstag einmal mehr belegt. Die Hinhaltetaktik ihres Trainers beunruhigt die Bayern-Bosse offenbar langsam. Die große Frage, die derzeit ständig öffentlich gestellt wird: Verlängert er seinen Vertrag, der zum Saisonende ausläuft?

In München gibt es so gut wie keine Stimmen dagegen. Dem spanischen Trainer wird nahezu jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Gleichzeitig verfolgen alle argwöhnisch, mit wem Pep oder seine Berater gerade plaudern. Versucht wird, aus Neben- und Halbsätzen eine Tendenz abzuleiten. Schließlich wollen die Bayern am Saisonende nicht ohne Coach dastehen.

Doch Hand aufs Bayern-Herz: Wäre das wirklich so schlimm? Die Bayern-Mannschaft spielt auf einem derartig hohen Niveau, dass vorerst jeder selbst nur durchschnittliche Bundesliga-Trainer mit diesem Team oben mitspielen würde. Ein paar Wochen oder Monate mit einem Nothelfer zu agieren, täte den großen Bayern bestimmt nicht weh.

Abgesehen davon: Drei Jahre schöne Jahre mit dem Spanier reichen doch. Es gibt genug gute Gründe, Pep Guardiola am Saisonende ziehen zu lassen. Elf davon.

1. Pep hat genug für den deutschen Fußball getan: Ballbesitzfußball wird zum Vorbild

Als Guardiola vor gut zwei Jahren nach Deutschland kam, war Bayern München auf dem Gipfel: Drei wichtige Titel in einer Saison hatte Jupp Heynckes zu seinem Abschied als Trainer geschafft, das Triple. Das Team spielte damals gut, aber noch längst nicht so herausragend wie in dieser Saison.

Inzwischen sind die Bayern so stark, dass sie jeden Gegner in der Bundesliga nach Belieben dominieren und deklassieren können: Die Champions-League-Kandidaten Wolfsburg und Dortmund bekamen das zuletzt mehr als deutlich zu spüren.

Das Spiel des Teams wirkt zeitweise nahezu perfekt und wird gleichzeitig für Gegner immer unberechenbarer. Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs urteilte nach der jüngsten Klatsche: „Alles, was man braucht, haben sie gezeigt: Schnelligkeit, Zweikampfstärke, Sicherheit, fast überhaupt keine technischen Fehler.“

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England lockt

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Konkurrenzlos in der Bundesliga

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Der Fall Götze

Kommentare zu " Pep Guardiola: Elf Gründe, warum der Bayern-Trainer gehen sollte"

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  • >> Warum das Fußball-Genie eine neue Herausforderung braucht. >>

    Fussball-Genie.......`?

    Die gab es bei Bayern vor diesem Genie.

    Die haben nicht nur die Bundesliga gerockt, sondern auch international was zustande gebracht !

    In der Bundesliga zu bestehen, in dem man der Konkurrenz die besten Spieler abkauft und in Bayern für Millionengagen auf die Ersatzbank setzt, hat NICHTS mit Fussbal-Genie zu tun !

    Diese Art der Fussball-Gewnies machen den Deutschen Fussball kaputt und nehmen die Atraktivität aus der Bundesliga heraus !

    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert.

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