Pep Guardiola stellt sich vor
„Guten Tag und Grüß Gott“

Das Warten hat ein Ende: Der FC Bayern präsentiert seinen neuen Star-Coach Pep Guardiola. In bereits überraschend gutem Deutsch nahm der Katalane die Journalisten für sich ein. Jetzt fehlen nur sportliche Glanztaten.
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München Solch einen Hype um eine Trainer-Präsentation hat die Fußball-Bundesliga noch nie erlebt: Der FC Bayern hat sich am Mittag im großen Rahmen erstmals mit seinem neuen Star-Coach Pep Guardiola gezeigt. Der gab sich souverän, entspannt und sympathisch, versuchte sich gleich überraschend gut in der Sprache seiner neuen Wahlheimat – und zollte dabei sogar der bayrischen Identität Tribut: „Guten Tag und Grüß Gott, meine Damen und Herren. Bitte verzeihen sie mir mein Deutsch“, sagte der 42-Jährige vor rund 250 Journalisten und einer Leinwand mit der Schriftzug „Willkommen, Pep!“.

„New York ist nicht der optimale Ort, um Deutsch zu lernen. Ich hoffe, bald meine Deutschkenntnisse zu verbessern“, sagte er. Er habe nur ein Jahr lang die Sprache lernen können. Dafür soll er einen eigenen Privatlehrer engagiert haben. Der Spanier tritt bei den Münchnern die Nachfolge von Jupp Heynckes an, der sich mit dem ersten Triple im deutschen Fußball in den Ruhestand verabschiedete.

Guardiola nimmt die damit verbundene Herausforderung an und gibt sich auf seiner Einstands-Pressekonferenz kämpferisch: „Manchmal übernimmt man als Trainer eine Mannschaft als Aufsteiger, manchmal bekommt man als Trainer eine Mannschaft, die 18 Punkte Rückstand hat. Das war so bei meiner ersten Station. Heute ist das komplett anders“, sagte er.

Dass er massivem Druck ausgesetzt ist, darüber macht sich der Erfolgs-Trainer keine Illusionen: „Wenn du als Trainer beim FC Bayern bist, musst du immer, immer, immer gut spielen und gewinnen." Er habe eine „neue Herausforderung“ nach der erfolgreichen Zeit beim FC Barcelona gebraucht, erklärte Guardiola, dem spektakulärsten Trainer-Coup der Bayern-Geschichte.

Bayerns Offizielle überhäuften ihren neuen Trainer erwartungsgemäß mit Vorschusslorbeeren, machten aber auch klar, was sie von dem Trainer, dem sie angeblich 17 Millionen Euro Jahressalär zahlen, erwarten. „Es ist für Bayern München eine wunderbare Geschichte, dass Guardiola hier ist. Ausländische Trainer haben den deutschen Fußball immer befruchtet. Dass ist das, was Pep jetzt auch leisten wird.“ Im Uefa-Ranking ist Bayern Nummer zwei. Erster ist Barcelona – dank Guardiola. „Ich bin sehr neugierig, wie Pep arbeitet", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Größere Umbauten in der Mannschaft wird der Star-Coach vermutlich erst einmal nicht vornehmen wollen – und es auch nicht können. Denn die Verträge der meisten Bayern-Profis laufen noch länger, etwa der von Ribéry bis 2017, der von Robben bis 2015, Schweinsteigers Vertrag bis 2016 und der von Müller bis 2017.

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„Lasst mir mehr Zeit bitte“

Kommentare zu " Pep Guardiola stellt sich vor: „Guten Tag und Grüß Gott“"

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  • Wenn man die Berichterstattung verfolgt, könnte man tatsächlich meinen es wäre uns ein neuer Heiland geboren.

  • Wayne...,wenn bayern zweimal hintereinander verliert ist er eh wieder weg und man spricht überall nur noch von der "BAYERN-KRISE"

  • Nie war Brot und Spiele so effektiv wie heute!

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