Perreira zufrieden: „Wie bei der WM“
Brasiliens gefährliche Samba-Laune

Damit sich die Gesichtszüge von Carlos Alberto Perreira entspannen, muss normalerweise etwas Außergewöhnliches passieren. Gestern Abend lächelte er sogar. Vor dieser Samba-Stimmung sollten sich die kommenden Gegner in Acht nehmen.

HB LEIPZIG. Normalerweise blickt Carlos Alberto Parreira so grimmig in die Kameras als ob sie ihm gefährlich werden könnten. Doch gestern Abend gönnte sich der Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft ein verschmitztes Lächeln: "Das war ein sehr schöner Anfang", sagte er, nachdem seine Mannschaft den Europameister aus Griechenland in bravouröser Manier mit 3:0 besiegt hatte. "Wir haben als ein Team gespielt, jeder hat für jeden gekämpft", lobte Parreira seine Spieler.

Die hatten zuvor mit den Griechen regelrecht Samba getanzt. In ihrem ersten Confed-Cup-Spiel waren die Brasilianer der Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel technisch und kämpferisch deutlich überlegen. "Wir haben einen guten Charakter, die Mannschaft harmoniert prima", sagte Zé Roberto von Bayern München nach der Partie. Die Tore für die glänzend aufgelegten Brasilianer hatten Adriano mit einem tollen Weitschuss, Rubinho nach herrlichen Solo und Flanke von Gilbert und Juninho per Freistoß erzielt.

Bei den Brasilianern stimmte es sowohl im Angriff, in dem sie vom Hackentrick bis zum Übersteiger ihr ganzes technisches Können zeigten, als auch in der Verteidigung, in der sie robust zur Sache gingen und den griechischen Stürmern Charisteas und Vryzas den Schneid abkauften. "In der Abwehr haben wir heute gut gespielt", sagte Lucio, Teamkamerad von Zé Roberto bei Bayern München. "Es war wichtig für mich, dass wir zu null gespielt haben. Ich bin zufrieden", sagte der Innenverteidiger.

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Ganz und gar nicht zufrieden waren die Griechen mit dem Ergebnis. "Wenn Du gegen Brasilien spielst und nur 20 Prozent der Zweikämpfe gewinnst, dann ist es natürlich schwer zu gewinnen", sagte Charisteas enttäuscht. "Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir mehr machen." Sein Teamkollege Amanatidis ergänzte: "Man muss einen super Tag erwischen, wenn man gegen Brasilien eine Chance haben will. Und wenn Du nur eine Sekunde von Deiner Linie abweichst, dann sieht man schlecht aus. Das ist uns heute passiert." Passiert ist den Griechen vor allem, dass sie auf eine von Parreira hervorragend eingestellte Mannschaft getroffen sind. Der Erfolgstrainer, der schon einmal mit Brasilien Weltmeister geworden ist, war nach dem Spiel so gut gelaunt, dass er sagte: "Ich habe schon ein wenig ein Gefühl wie bei einer Weltmeisterschaft gehabt..."

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