PK's wieder live im TV
Klinsi setzt auf „holländisches Modell“

Das öffentliche Auftreten der Fußball-Nationalmannschaft hat sich in der knapp einjährigen Amtszeit von Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf vielen Gebieten geändert. Auch vor dem Confederations-Cup bietet der DFB etwas Neues: Klinsmann & Co. gehen in die Sympathie-Offensive.

HB DÜSSELDORF. So etwas hat es seit Berti Vogts in der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr gegeben. An 23 Tischen im Düsseldorfer Teamhotel saßen 23 Spieler, gaben eine Stunde lang bereitwillig Auskunft. "Das scheint positiv aufgenommen worden zu sein", kommentierte Klinsmann die PR-Aktion, die nach dem Vorbild der niederländischen Mannschaft als "holländisches Modell" betitelt wird. "Es ist eine Pflichtaufgabe, aber wir können das gerne wieder machen", meinte Thorsten Frings, der nach tagelangem Schweigen zwar antrat, jeden Kommentar aber zu einem möglichen Wechsel von Bayern München zu Werder Bremen aber ablehnte.

Eine vergleichbare Sympathie-Offensive wie jetzt im Düsseldorfer Hotel Hilton hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zuletzt 1996 vor der siegreichen Europameisterschaft in England gestartet. Der heutige Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Team-Manager Oliver Bierhoff und Torwart-Trainer Andreas Köpke waren damals als Spieler in jener Rolle, die ihre Erben am Montag in Düsseldorf einnahmen.

"Es ist ein Probelauf für die WM. Dort müssen wir uns auf Anforderungen einstellen, die es so noch nie gab", sagt DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Zusammen mit dem neu verpflichteten RTL-Fußballchef Uli Voigt, der sich vorwiegend um die Wünsche der elektronischen Medien kümmert, hat er für die kommenden Wochen ein Konzept ausgearbeitet, mit dem der riesige Medien-Massenandrang bewältigt werden soll. Die Zahl der Akkreditierungen beim Confederations Cup hat fast schon die Dimension früherer Weltmeisterschaften. Alleine 500 Vertreter deutscher Printmedien haben sich für das Acht-Nationen-Turnier angemeldet, mehr als drei Mal so viel wie bei einem regulären Länderspiel. "Die Anforderungen häufen sich in fast dramatischer Weise", meint Stenger.

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