Platzstürme und Pyrotechnik
Fußballclubs wehren sich gegen Strafen

Über sechs Wochen nach dem letzten Bundesliga-Spieltag ist das DFB-Sportgericht weiter mit der letzten Saison beschäftigt. Die Aufarbeitung von Fan-Randalen dauern an, und die Clubs wehren sich gegen die Strafen.
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FrankfurtDie von Fanausschreitungen betroffenen Fußball-Clubs wehren sich gegen die drohenden Strafen. Fortuna Düsseldorf, Bayern München, Dynamo Dresden, der Karlsruher SC und Jahn Regensburg haben nach Angaben eines Sprechers des Deutschen Fußball-Bundes vom Montag dem Antrag des Kontrollausschusses auf Zuschauerausschlüsse und Geldstrafen nicht zugestimmt. Eine Fristverlängerung bis zu diesem Dienstag beantragten Hertha BSC, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. Das DFB-Sportgericht urteilt unter anderem über die Folgen des Skandalspiels von Düsseldorf gegen Hertha.

Offen ist, ob das Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung oder im Einzelrichterverfahren entscheidet. Diese Woche ist mit Urteilen jedenfalls nicht mehr zu rechnen. Bundesliga-Aufsteiger Düsseldorf und Zweitliga-Absteiger Karlsruhe sollen nach Platzstürmen in beziehungsweise nach den Relegationsspielen ihr erstes Heimspiel der neuen Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Hertha, Köln und Frankfurt dürften gemäß Antrag maximal 20.000 Tickets für das erste Heimspiel verkaufen, Dynamo Dresden werden höchstens 13.000 zugestanden. Alle Stehplätze müssten zudem freibleiben. Wegen des unerlaubten Abbrennens von Pyrotechnik drohen Bayern München 40.000 Euro Strafe, Jahn Regensburg 10.000 Euro.

Am härtesten bestraft werden soll die Fortuna vor allem für das schlagzeilenträchtige Relegationsspiel vom 15. Mai gegen Hertha, das eine Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht und dem DFB-Bundesgericht nach sich gezogen hatte: Hier fordert der Kontrollausschuss, dass die Düsseldorfer ihre erste Heimbegegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und darüber hinaus 100.000 Euro Geldstrafe bezahlen. Dagegen legte die Fortuna am Montag Widerspruch ein.

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Auch Hertha will seine Strafe nicht akzeptieren

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