Playoff-Hinspiel
Hannover 96 besiegt FC Sevilla

Ein Doppelpack von Jan Schlaudraff hat Hannover 96 einen wichtigen Sieg auf dem Weg in die Europa League verschafft. Einen großen Wehrmutstropfen gab es aber für die Hannoveraner.
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HannoverJan Schlaudraff hat dem Fußball-Bundesligisten Hannover 96 im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League eine halbwegs befriedigende Ausgangsposition verschafft. Der Ex-Nationalspieler steuerte zum 2:1 (2:1) im Playoff-Hinspiel gegen den FC Sevilla beide 96-Tore bei (6./45. Minute) und besorgte den Niedersachsen für das zweite Duell am kommenden Donnerstag beim spanischen Spitzenklub zumindest ein kleines Polster. Großer Wermutstropfen für die Hannoveraner war allerdings das für die Andalusier möglicherweise noch wichtige Auswärtstor durch Frederic Kanoute (37.).

Angetrieben von 43.500 Zuschauern in der ausverkauften AWD-Arena erwischten die Platzherren einen Traumstart. Nach einem langen Pass von Sergio Pinto leistete sich Sevillas Innenverteidiger Emir Spahic eine ungelenke Abwehraktion. Mohammed Abdellaoue zeigte sich handlungsschnell, setzte Schlaudraff in Szene und der 28-Jährige versenkte den Ball mit dem ersten Torschuss der Begegnung im kurzen Eck. Bereits damit hatte es sich ausgezahlt, dass 96-Trainer Mirko Slomka dem Sturmduo Abdellaoue/Schlaudraff erneut den Vorzug vor dem zuletzt angeschlagenen Didier Ya Konan gegeben hatte.

Die frühe Führung schien Hannover weiter zu beflügeln. Schon drei Minuten später prüfte Konstantin Rausch den spanischen Keeper Andres Palop aus halbrechter Position. Sevilla kam in der starken Anfangsphase des Bundesligazweiten kaum zum Zug. In der elften Minute sorgte der deutsche Nationalspieler Piotr Trochowski, der nach der vergangenen Saison vom Hamburger SV nach Andalusien gewechselt war, mit einem Fernschuss dann aber zumindest für ein wenig Gefahr.

In der Folgezeit beruhigte sich das Spiel ein wenig. Hannover versuchte bei Ballgewinn im Mittelfeld zwar umgehend auf das Tempo zu drücken, agierte meist jedoch zu ungenau und überhastet. Die Gäste brachten im Spiel nach vorn weiter kaum etwas zustande. Sevillas bis dahin beste Chance kam folgerichtig fast aus dem Nichts: Alvaro Negredo erschütterte mit einem Schuss aus 17 Metern den linken Pfosten des 96-Tores (31.). Die Antwort der Deutschen ließ aber nicht lange auf sich warten. Drei Minuten später zwang Abdellaoue Gäste-Schlussmann Palop aus kurzer Distanz zu einer Glanzparade.

Kurz darauf begünstigte ein haarsträubender Fehler von Hannovers Kapitän Steven Cherundolo den Ausgleich der Spanier. Der US-Nationalspieler, der nach einem Bänderriss erstmals in der laufenden Saison in der Startelf stand, verlor den Ball an der eigenen Strafraumgrenze, sodass Negredo und der bis dahin schwache Frederic Kanoute allein vor 96-Keeper Ron-Robert Zieler auftauchten. Kanoute schob schließlich zum 1:1 ein. Hannover zeigte sich aber nicht geschockt und ging noch vor der Pause erneut in Führung. Nach feinem Doppelpass mit Manuel Schmiedebach gelang Schlaudraff sein zweiter Treffer.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften immer wieder im Mittelfeld. Die erste gute Möglichkeit hatten die nun etwas aktiveren Gäste, als Kanoute per Kopf an Zieler scheiterte (55.). Hannover verlagerte sich hingegen auf überfallartige Angriffsaktionen, die aber häufig zu überhastet waren. In der 75. Minute beendete Slomka unter dem Jubel der Fans den Arbeitstag Schlaudraffs und schickte Ya Konan aufs Feld.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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