Pleite für Bremen Riberys Last-Minute-Tor ärgert Dortmund

Der FC Bayern hat mit einer B-Elf die Partie bei Werder Bremen für sich entschieden, tat sich allerdings lange Zeit schwer. Ein Joker, den Heynckes zunächst geschont hatte, brachte letztlich den Sieg.
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Franck Ribery (M.) lässt sich von seinen Teamkollegen für seinen Siegtreffer feiern. Quelle: dapd

Franck Ribery (M.) lässt sich von seinen Teamkollegen für seinen Siegtreffer feiern.

(Foto: dapd)

BremenBayern München hat die Meisterfeier von Borussia Dortmund um mindestens drei Stunden verschoben. Der Rekordmeister gewann in letzter Sekunde 2:1 (0:0) bei Werder Bremen und wahrte damit vor dem Abendspiel des BVB gegen Borussia Mönchengladbnach seine theoretische Titelchance. Der eingewechselte Franck Ribery (90.) bescherte den Gästen eine gelungene Generalprobe für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch bei Real Madrid. Für Werder ist das Kapitel Europa League nach der neuerlichen Niederlage praktisch erledigt.

Naldo hatte die Hausherren kurz nach der Halbzeit (51.) in Führung geschossen und dann mit einem Eigentor (75.) auch für den Ausgleich gesorgt, ehe Ribery die Bayern jubeln ließ. Die B-Elf der Gäste hatte zu Beginn nicht überzeugen können, sich dann aber im Spielverlauf gesteigert und am Ende verdient gewonnen.

Im aussichtslosen Fernduell mit Borussia Dortmund hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes viele seiner Stars geschont, was beinahe ins Auge gegangen wäre. Lediglich drei Akteure, die am vergangenen Dienstag gegen Real (2:1) von Beginn an gespielt hatten, standen auch in Bremen in der Startelf. Kapitän Philipp Lahm stand nicht einmal im Kader, und neben Toni Kroos und Mario Gomez saßen auch die beiden Streithähne Arjen Robben und Ribery zunächst nur auf der Bank. Stattdessen sollten Thomas Müller, Takashi Usami, Ivica Olic und Nils Petersen in der Offensive für Gefahr sorgen.

Die Rechnung von Heynckes schien zunächst aufzugehen. Die zweite Garde der Bayern begann vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion forsch. Bereits nach zwei Minuten vergab Petersen aus kurzer Distanz, als er den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Usami freistehend verstolperte.

Wenig Offensivakzente vor der Pause

Tom Trybull tröstet Pechvogel Naldo, der mit seinem Eigentor die Niederlage einleitete. Quelle: dapd

Tom Trybull tröstet Pechvogel Naldo, der mit seinem Eigentor die Niederlage einleitete.

(Foto: dapd)

Zwar dominierten die Gäste unter der Regie von Bastian Schweinsteiger zunächst das Geschehen, doch große Chancen blieben erstmal aus. Einzig Stürmer Petersen vergab kurz vor dem Pausenpfiff die Führung. Sein Schuss krachte an die Latte (44.).

Doch auch Werder tat sich in der Vorwärtsbewegung zunächst schwer. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, die mit einer Not-Abwehr angetreten war, war zwar bemüht, es fehlten aber die spielerischen Mittel, um Bayern-Schlussmann Manuel Neuer im ersten Abschnitt ernsthaft zu gefährden. Die einzige nennenswerte Chance zur Führung bot sich Markus Rosenberg, der an einer Flanke von Aleksandar Stevanovic knapp vorbeirutschte (23.). Von Werders Top-Stürmer Claudio Pizarro, über dessen Rückkehr zum FC Bayern zuletzt immer wieder spekuliert worden war, war hingegen zunächst nur wenig zu sehen.

Das änderte sich mit dem Beginn der zweiten Halbzeit. Nachdem Neuer einen Pizarro-Kopfball noch gerade so über den Querbalken lenken konnte (50.), war er nach der anschließenden Ecke machtlos. Naldo stocherte die Kugel aus dem Gewühl über die Linie. Pizarro hatte den Treffer vorbereitet.

Heynckes musste reagieren und brachte Ribery, Kroos und Gomez. Trotzdem blieb Werder zunächst am Drücker. Nach einer Flanke des eingewechselten Ribery köpfte dann Naldo ins eigene Tor, ehe der Franzose selbst den Siegtreffer erzielte.

Bester Bremer war Pizarro. Bei den Bayern konnten Neuer und Ribery überzeugen.

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  • sid
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