Podolski ist der große Hoffnungsträger
Der volksnahe Prinz

Lukas Podolski ist mit seinem unbeschwerten Auftreten ein Symbol für einen neuen deutschen Fußball - erfrischend, frech und attraktiv - bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein Hoffnungsträger nach vielen Jahren, in denen vor allem die Rumpelfüßler den Ton angaben. Auch in der Nationalmannschaft ist er der Liebling der Fans.

HB KÖLN. Zum Abschied schüttelte der Prinz fast eine Stunde lang die Hände der Fans. Mit der ihm eigenen Bodenständigkeit sagte Nationalspieler Lukas Podolski den Fans des 1. FC Köln nach dem letzten Saisonspiel gegen Arminia Bielefeld Lebewohl. Dass der 1. FC Köln trotz Podolski abgestiegen war und dessen Weggang zu diesem Zeitpunkt schon beschlossene Sache war, störte die Fans nicht. Sie wussten, was der Angreifer für den Verein getan hatte.

Seit der D-Jugend kickte Podolski für die Domstädter. Weil damals drei Spieler in seinem Team Lukas hießen, bekam er den Spitznamen Poldi. Den Namen "Prinz Poldi" verpasste ihm später die Presse in der Karnevalsstadt. Mit dieser Bezeichnung könne er "nicht so viel anfangen", räumt Podolski auf seiner Homepage ein. Trotzdem hat er sich die Bezeichnung mittlerweile als Marke schützen lassen.

Als Kind hat er einfach nur davon geträumt, Profi zu werden. Den Traum hat sich der 1985 in Gleiwitz in Schlesien geborene Podolski verwirklicht. Im Alter von zwei Jahren kamen die Podolskis als Aussiedler nach Deutschland, die Kindheit verbrachte er in Bergheim bei Köln, dann das Bundesliga-Debüt als Jugendlicher, ein paar Monate später war er bereits Nationalspieler.



WM-BÖRSE



Handeln sie die Titelchancen der Teilnehmerländer: Kaufen Sie die Papiere ihres persönlichen WM-Favoriten, setzen Sie auf den weiteren Finalrunden-Verlauf und machen Sie mit dem Vorrunden-Aus der Verlierer Gewinne - Mitspieler können attraktive Preise gewinnen!



 www.handelsblatt.com/wmboerse



Doch in der abgelaufenen Saison konnte Podolski die hohen Erwartungen angesichts des starken Auftritts im Confederations Cup und der anfänglichen Ambitionen des 1. FC Köln lange nicht erfüllen. Hinzu kamen Probleme mit Vereinstrainer Uwe Rapolder. Erst nach dessen Demission ging es für den Jungstar wieder aufwärts.

Zwei Tage vor Podolskis 21. Geburtstag war schließlich der Wechsel FC Bayern München in trockenen Tüchern. Es sei eine rein sportliche Entscheidung gewesen, sagte Podolski. Künftig wird er mit seinem Kumpel aus der Nationalmannschaft, Bastian Schweinsteiger, regelmäßig zusammen spielen - vorausgesetzt, beide setzen sich im Starensemble des Rekordmeisters durch. Doch auch vor der Bank ist Podolski nicht bange: "Dass man mal auf der Ersatzbank sitzen muss, kann ja durchaus passieren. Das ist aber kein Beinbruch. Dann muss man halt im Training wieder beweisen, dass man zur ersten Elf gehört."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%