Podolskis Flirt mit Japan Mannschaftsdiener mit Pferdelunge

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„Wohin willst du auch flanken bei den Zwergen?“
„Hosen-Gate“, reißfeste Kondome und eine Partie Memory
„Ich denke 80 Prozent von euch und ich kraulen sich auch mal an den Eiern."
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Podolski ist nominiert, weil er die „Hosen-Gate“-Debatte um Bundestrainer Joachim Löw bei der EM mit entwaffnender Offenheit beendete.

„Man muss nicht immer das Salz in der Suppe suchen.“
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Philipp Lahm ist bei den Bayern ein zuverlässiger Leistungsträger, seine Interviews tendieren dagegen zur Langeweile. Da hatte sein Versprecher nach dem 2:2 bei Benfica Lissabon seltenen Unterhaltungswert.

„Herr Gauland, ich bin zwar nicht Ihr Nachbar, aber ich kann Ihnen sagen: Sie haben nicht alle Latten am Zaun.“
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Ex-Nationalspieler Mario Basler sprach Klartext, nachdem sich AfD-Politikers Alexander Gauland rassistisch über Jerome Boateng geäußert hatte.

„Eine Partie Memory zwischen Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach wäre ein Desaster.“
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Der Journalist Günter Klein brachte die peinlichen Erinnerungslücken der Verantwortlichen rund um die Aufarbeitung der Affäre zur WM 2006 auf den Punkt.

„Der Sinn und Zweck war, da habe ich mich beirren lassen von meine Kompetenz, was ich nie getan habe.“
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Ex-Fußballer Thorsten Legat vergaloppierte sich so manches Mal verbal. Für den Fußballspruch des Jahres wurde allerdings nur einer seiner denkwürdigen Sätze nominiert.

„Es macht Spaß, uns zuzuschauen – auch wenn ich selbst nicht zugeschaut habe.“
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Thomas Müller ist selten um einen Spruch verlegen. Nach dem 5:0 über den Hamburger SV versuchte er deshalb schnell, seinen Logikfehler auszumerzen.

„Die Dreifachbelastung kann er nicht mehr schaffen – er ist ja jetzt verheiratet.“
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Dass Bastian Schweinsteiger über den Zenit seiner sportlichen Leistungsfähigkeit hinaus ist, war bei der Europameisterschaft nicht zu übersehen. Doch Uwe Seeler fand noch einen weiteren Grund für den Rücktritt Schweinsteigers aus der Nationalmannschaft.

Auch eine wichtige Personalie wurde zur Zufriedenheit der Fans gelöst: die Vertragsverlängerung mit der „J-League Managerin“ Miki Sato. Seit 2015 tingelt das inzwischen 23-jährige TV-Sternchen und Unterwäschemodel durch die Lande, um in Trikot und Minirock in und außerhalb der Stadien Stimmung für den japanischen Fußball zu machen. 

Bis zum Herbst 2016 hat sie alle 53 Clubs der drei Profiligen besucht. Nun freue sie sich darauf, die Anziehungskraft der J.League unter noch mehr neuen Fans zu verbreiten, definierte sie das Ziel für ihr drittes Jahr. Und vielleicht wird sie auch Podolski anfeuern. 

Außerdem wird eine Sommerpause eingeführt, um ausländische Clubs in ihrer Saisonvorbereitung zu Testspielen nach Japan zu locken. Perfekt für Podolski: Er kann die Partien nutzen, um sich spielerisch in Japan zu akklimatisieren. Japans erste Division mag vielleicht nicht auf dem Niveau europäischer Spitzenligen sein, hat aber ihre Eigenarten. 

Die Spieler sind nicht zu unterschätzen. Sie wurden technisch und taktisch so gut ausgebildet, dass Japan zu einem wichtigen Spielerpool für die Bundesliga wurde. Dortmunds Spieler Shinji Kagawa lässt grüßen. Aber es wird eine Spielweise gepflegt, die an die körperlichen Gegebenheiten der Japaner angepasst wurde. 

Die Spieler stellen sich sehr in den Dienst der Mannschaft und laufen sehr viel, erzählte einst der frühere jugoslawische Nationaltrainer Ivíca Osim dem Autoren. Man müsse sie manchmal vom Trainingsgrund treiben. Und Osim wusste, wovon er redet. Schließlich war er damals schon mehrere Jahre Trainer des Tokioter Vorortclubs JEF United Chiba und trainierte ab 2006 bis zu einem Schlaganfall 2007 Japans Nationalteam.  

Gleichzeitig pflegen sie ein Kurzpassspiel durch die Mitte anstatt über die Flügel zu stürmen, so der Bosnier, der in den 1970er Jahren in Frankreich stürmte. „Sieh mal, die Japaner sind nicht sehr groß“, erzählte Osim. Dabei zeigte er auf seine Spieler auf dem Trainingsplatz, die sich unter ihm mit kilometerfressendem Angriffsfußball in die Spitzengruppe von Japans erster Liga gerannt hatten. Das sei Japans Problem, hinten wie vorne. Hinten fehlen richtig gute Torhüter und vorne die Stürmer. „Wie früher bei Portugal“, seufzte Osim. Die zauberten, aber am Strafraum war’s aus. „Wohin willst du auch flanken bei den Zwergen?“ 

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