Podolskis Flirt mit Japan
Mannschaftsdiener mit Pferdelunge

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„Wohin willst du auch flanken bei den Zwergen?“

Auch eine wichtige Personalie wurde zur Zufriedenheit der Fans gelöst: die Vertragsverlängerung mit der „J-League Managerin“ Miki Sato. Seit 2015 tingelt das inzwischen 23-jährige TV-Sternchen und Unterwäschemodel durch die Lande, um in Trikot und Minirock in und außerhalb der Stadien Stimmung für den japanischen Fußball zu machen. 

Bis zum Herbst 2016 hat sie alle 53 Clubs der drei Profiligen besucht. Nun freue sie sich darauf, die Anziehungskraft der J.League unter noch mehr neuen Fans zu verbreiten, definierte sie das Ziel für ihr drittes Jahr. Und vielleicht wird sie auch Podolski anfeuern. 

Außerdem wird eine Sommerpause eingeführt, um ausländische Clubs in ihrer Saisonvorbereitung zu Testspielen nach Japan zu locken. Perfekt für Podolski: Er kann die Partien nutzen, um sich spielerisch in Japan zu akklimatisieren. Japans erste Division mag vielleicht nicht auf dem Niveau europäischer Spitzenligen sein, hat aber ihre Eigenarten. 

Die Spieler sind nicht zu unterschätzen. Sie wurden technisch und taktisch so gut ausgebildet, dass Japan zu einem wichtigen Spielerpool für die Bundesliga wurde. Dortmunds Spieler Shinji Kagawa lässt grüßen. Aber es wird eine Spielweise gepflegt, die an die körperlichen Gegebenheiten der Japaner angepasst wurde. 

Die Spieler stellen sich sehr in den Dienst der Mannschaft und laufen sehr viel, erzählte einst der frühere jugoslawische Nationaltrainer Ivíca Osim dem Autoren. Man müsse sie manchmal vom Trainingsgrund treiben. Und Osim wusste, wovon er redet. Schließlich war er damals schon mehrere Jahre Trainer des Tokioter Vorortclubs JEF United Chiba und trainierte ab 2006 bis zu einem Schlaganfall 2007 Japans Nationalteam.  

Gleichzeitig pflegen sie ein Kurzpassspiel durch die Mitte anstatt über die Flügel zu stürmen, so der Bosnier, der in den 1970er Jahren in Frankreich stürmte. „Sieh mal, die Japaner sind nicht sehr groß“, erzählte Osim. Dabei zeigte er auf seine Spieler auf dem Trainingsplatz, die sich unter ihm mit kilometerfressendem Angriffsfußball in die Spitzengruppe von Japans erster Liga gerannt hatten. Das sei Japans Problem, hinten wie vorne. Hinten fehlen richtig gute Torhüter und vorne die Stürmer. „Wie früher bei Portugal“, seufzte Osim. Die zauberten, aber am Strafraum war’s aus. „Wohin willst du auch flanken bei den Zwergen?“ 

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Ein paar Tore bis zum Fußball-Olymp

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