Pokalfinal-Debakel für München
Borussia ballert sich gegen Bayern zum Double

Borussia Dortmund ist DFB-Pokal-Sieger 2012. In einem hochklassigen Spiel zeigte der neue und alte Deutsche Meister dem FC Bayern klar die Grenzen auf und bewies dabei zeitweise vor allem brutale Effizienz.
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BerlinVielleicht lag es ja wirklich an Norbert Dickels Schuhen. An den Schlappen, die seit dem Pokalsieh von 1989 im Keller des BvB-Stadionsprechers lagen. Am Tag vor dem Finale hat er sie Jürgen Klopp als Glücksbringer mit auf den Weg gegeben. So fanden die Treter den Weg in die Dortmunder Kabine - und haben die junge Mannschaft zum ersten Double der Vereinsgeschichte geführt.

Borussia Dortmund hat den Traum vom ersten Double der Vereinsgeschichte wahr gemacht und Rekord-Champion Bayern München erneut gedemütigt. Wie im Kampf um die Meisterschaft erwies sich der BVB am Samstag auch im Berliner DFB-Pokalfinale als das bessere Team und gewann durch Tore von Shinji Kagawa (3. Minute), Mats Hummels (41./Foulelfmeter) und Robert Lewandowski (45.+1/58./81.) zum 5:2 (3:1) zum dritten Mal nach 1965 und 1989 den begehrten Pott. Mit dem Torfestival gegen den Rekord-Cupsieger stimmten sich die Westfalen zugleich auf die große Titelparty am Sonntag in Dortmund ein.

Vor 75 708 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion waren die Treffer von Arjen Robben (25./Foulelfmeter) und Franck Ribéry (75.) zu wenig für die in der Abwehr anfälligen Münchner, denen nach der Lektion durch den BVB nun sogar eine titellose Saison droht. Anstatt sich wie erhofft Selbstbewusstsein für das Champions League-Finale gegen den FC Chelsea am kommenden Samstag zu holen, gab es für die Bayern eine der höchsten Niederlagen ihrer Pokal-Historie.

Dortmund entwickelt sich für den FC Bayern immer mehr zu einem Schreckgespenst.  "Was die Mannschaft hier heute gemacht, das ist nicht in Worte zu fassen", sagte ein sichtlich bewegter BvB-Trainer Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz und lobte vor allem die Effektivität seiner Mannschaft: "Man könnte meinen: Wir haben vier Jahre nur trainiert, um hier heute jeden Ball reinzuschießen."

Mit dieser Effektivität nutzte der BVB wie schon bei den vier Pflichtspiel-Siegen zuvor seine Chancen eiskalt und deckte die Schwächen in der Münchner Abwehr eine Woche vor deren Saisonhöhepunkt schonungslos auf. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierte auch Nationalkeeper Manuel Neuer nicht fehlerfrei und trug Mitschuld an Lewandowskis drittem Tor.

Eine herausragende Rolle in dem in 150 Länder übertragenen Duell zwischen Meister und Vizemeister spielte der von englischen Clubs umworbene Japaner Kagawa. Unter den Augen von Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson glänzte der 23-Jährige in seinem womöglich letzten Spiel für den BVB aus Torschütze und Vorbereiter. Dagegen konnten Ribéry und Robben dem Spiel der Münchner kaum Impulse geben.

Das hochklassige Gipfeltreffen des deutschen Fußballs begann mit einem Paukenschlag. Nach nicht einmal drei Minuten erlief Jakub Blaszczykowski einen verunglückten Rückpass von Luiz Gustavo und legte den Ball quer auf den mitgelaufenen Kagawa. Der Japaner traf unbedrängt zum 1:0. Bis dahin hatten die Bayern einen guten Eindruck gemacht und kurz vorher selbst einen gefährlichen Angriff gefahren.

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  • Oelblase

    Du hast ja richtig viel Ahnung vom Fußball. Doll.
    Liest Du ausser der Stadionzeitung vom FC Bayern auch schon mal was anderes? Für nächsten Samstag empfehle ich Dir vorab schon mal die Kirchenzeitung deiner Heimatgemeinde. Da wird dann sicher schon um Fürbitten für die total überstrapazierten Bayernmillionäre gebeten.
    Aber du hast natürlich recht. Die blöden Dortmunder können nur rennen und Tore schiessen; sonst können die nix und die 28 Spiele ohne Niederlage in der BL waren auch nur Zufall.

  • P. Lahm stand wohl unter Drogen - wie kann man eine derart falsche Aussage treffen und ich gehe davon aus das er es auch noch ernst gemeint hat. Haben noch NIE gesehen, daß eine FC Bayern Mannschaft in einem so wichtige Spiel derart vorgeführt wurde! KATASTROPHAL!!!!!!!!

  • Dortmund hat in der Champions League Deutschland extrem blamiert. Danach haben die sich nur noch auf die Liga konzentriert.

    Bayern hingegen musste jede Woche zweimal ran. Da können die den Dortmundern nicht jeden Ball ablaufen. Hätten die Bayern das getan, wäre das wichtigste Klub-Finale aller Zeiten am 19. Mai bereits gestern verloren gewesen.

    Wenn Dortmund Deutschland in der nächsten Champions League Saison wieder so blamiert, dann verliert Deutschland den 4. CL-Platz, den die Bayern vorher erspielt haben.

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