Fußball
Polizei lässt Drogen-Vorwürfe gegen Ronaldo fallen

Die brasilianische Polizei hat Nationalstürmer Ronaldo vom Vorwurf entlastet, in den Drogenhandel in Rio de Janeiro verwickelt zu sein. Der Superstar war zu einer 40-minütigen Anhörung am Zuckerhut erschienen.

Die Gerüchte um eine Verwicklung von Brasiliens Fußballstar Ronaldo in den Drogenhandel von Rio de Janeiro haben sich als falsch erwiesen. Das Rauschgift-Dezernat SRE lies die Vorwürfe nach der 40-minütigen Anhörung des Stürmers vom spanischen Rekordmeister Real Madrid am Montag fallen. Der 28-Jährige war erst am Morgen in der Stadt am Zuckerhut gelandet und direkt per Hubschrauber ins Polizeirevier weitergeflogen.

Ronaldos Name war in einem von der Polizei abgehörten Telefonat zwischen den inhaftierten Thiago Tauil und Amon Lemos gefallen. Das Duo soll mit elf weiteren Jugendlichen aus höheren Gesellschaftsschichten übers Internet Drogen wie Ecstasy verkauft haben. Lemos hatte den zweimaligen Weltmeister, begleitet von Lemos´ Schwester Livia, auf einem Fest getroffen und dort auch ein gemeinsames Foto geschossen.

"Keiner hat mir Drogen angeboten"

"Keiner hat mir Drogen angeboten oder Geld überreicht, um Drogen zu kaufen. Das sind nicht meine Angelegenheiten. Als ich mit Amon Lemos zusammen war, gab es zu keinem Zeitpunkt Drogen, und die Gespräche drehten sich auch nicht darum", erklärte der WM-Torschützenkönig von 2002, der sich mit der "Selecao" auf das WM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Brasilia gegen Chile vorbereitet, nach dem Verhör.

Nach den Aussagen Ronaldos, der spontan und ohne Anwalt erschienen war, räumte auch der zuständige Polizeichef Luiz Marcelo Xavier ein, "dass Lemos die Bekanntschaft mit dem Star dazu benutzt habe, um seinen Status in der Drogenbande zu steigern".

© SID

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