Poll und Iwanow nicht mehr dabei
Merk hofft auf Finale - Michel pfeift Deutschland

Deutschlands einziger WM-Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach) darf sich weiter Hoffnungen auf die Leitung des Endspiels machen. Die Partie zwischen Deutschland und Argentinien pfeift derweil der Slowake Lubos Michel.

Markus Merk aus Otterbach darf weiter von der Leitung des Finals bei der Weltmeisterschaft träumen. Der zweimalige Welt-Schiedsrichter sagte dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Mittwochabend, dass er kurz zuvor von der Unparteiischen-Kommission des Weltverbands Fifa in den Kreis der Referees berufen wurde, die weiter im Turnier bleiben. Dagegen müssen die heftig kritisierten Graham Poll (England) und Walentin Iwanow (Russland) die Koffer packen. Insgesamt wurde die Anzahl der Gespanne von 26 auf zwölf mehr als halbiert.

Cantalejo leitet Brasilien gegen Frankreich

"Mein Team und ich bleiben hier. Ob ich zum Einsatz komme, hängt natürlich vom Abschneiden der deutschen Mannschaft ab", sagte Merk dem Sport-Informations-Dienst (sid). Im Viertelfinale kommt der Deutsche allerdings nicht zum Einsatz. Die Fifa benannte den Slowaken Lubos Michel als Leiter der Partie Deutschland gegen Argentinien am Freitag in Berlin (17.00 Uhr, live in der ARD und bei Premiere). Das Spiel Italien gegen Ukraine pfeift der Belgier Frank de Bleeckere, die Begegnung England gegen Portugal wird vom Argentinier Horacio Elizondo geleitet werden und der Vergleich zwischen Brasilien und Frankreich vom Spanier Luis Medina Cantalejo.

"Für einige Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten ist die Weltmeisterschaft nun vorbei, für einige geht das Abenteuer weiter. Bereits jetzt bedanke ich mich bei allen Unparteiischen für ihren tollen Einsatz. Ich bin stolz auf sie", sagte der spanische Kommissions-Vorsitzende Angel Maria Villar Llona nach der Sitzung im Schiedsrichter-Quartier im Frankfurter Vorort Neu-Isenburg.

Villar Llona mit den Referees zufrieden

Villar Llona ging auch auf die Kritik der vergangenen Tage an den Vorstellungen der Referees ein: "Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit den Leistungen der Schiedsrichtergespanne, obschon sie nicht immer fehlerfrei handelten, was aber auch nicht möglich ist. Das Hauptziel, die Spieler zu schützen, wurde bisher erreicht."

Zuletzt mussten die Schiedsrichter harsche Kritik von allen Seiten einstecken. Allen voran Fifa-Boss Joseph S. Blatter war mit den Leistungen nicht zufrieden. Auch Merk wurde nach einem äußerst umstrittenen Elfmeter-Pfiff im Gruppenspiel zwischen Ghana und den USA (2:1) scharf attackiert.

© SID

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