Portugal dicht vor WM-Teilnahme
Die Götter waren mit den Griechen

Der Europameister taumelt weiter durch die WM-Qualifikation. Beim Fußballzwerg Kasachstan schlitterte die Elf des deutsche Trainers Otto Rehhagel in wahrlich letzter Minute an einer Blamage vorbei. Portugal ist der Teilnahme an der Endrunde 2006 in Deutschland ein großes Stück näher gekommen. Einen großen Schritt in Richtung Endrunde tätigte auch der dreimalige Weltmeister Italien, der nach dem 4:1 (3:1)-Erfolg in Weißrussland dicht vor dem Sieg in Gruppe fünf steht.

HB HAMBURG. Während die Portugiesen am Mittwoch mit dem 0:0 gegen Russland in Moskau ihre Tabellenführung in der Gruppe drei festigten, standen Otto Rehhagels EM-Helden beim Tabellenletzten Kasachstan am Rande des WM-K.o. Mit dem mühevollen 2:1 (0:0) in Alma Ata feierten die Hellenen ihren ersten Qualifikationssieg seit dem 30. März und eroberten in der Gruppe zwei mit 18 Punkten vorerst wieder Rang zwei hinter der bereits als WM-Teilnehmer feststehenden Ukraine (24) zurück.

„Erst nachdem wir ein Tor kassiert haben, ist meine Mannschaft aufgewacht“, sagte Rehhagel. „Dabei haben wir auch Glück mit unseren Wechseln gehabt. Wir gehen unseren Weg zur Endrunde Schritt für Schritt.“ In der vierten Minute der Nachspielzeit bescherte der eingewechselte Nikos Liberopoulos dem Europameister den nicht mehr für möglich gehaltenen Erfolg gegen die Kasachen, die nach Platzverweisen gegen Andrej Karpowitsch (87./Gelb-Rot) und Denis Radionow (90./Rot) nur noch neun Spieler auf dem Feld hatten. Stelios Giannakopoulos war erst in der 78. Minute der Ausgleich für Rehhagels enttäuschendes Team gelungen. Nach dem Führungstor des weiter punktlosen Tabellenletzten durch Nurbol Schumaskalijew (53.) hatte den Hellenen eine Pleite und das Ende aller WM-Träume gedroht.

Dennoch hat sich die Ausgangslage der Hellenen (18 Punkte) nicht wesentlich verbessert, denn Erzrivale Türkei verteidigte durch einen 1:0 (0:0)-Erfolg bei der bereits für die WM qualifizierten Ukraine den zweiten Tabellenplatz. Metin Tümer machte den Sieg der Türken perfekt und fügte der Ukraine damit die erste Heimniederlage seit fünf Jahren zu.

Gegen zehn Russen genügte Portugal in Moskau eine abgeklärte Vorstellung, um einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Auf Seiten der Gastgeber war Kapitän Alexej Smertin in der 44. Minute von Schiedsrichter Markus Merk (Kaiserslautern) wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte vom Platz geschickt worden. Damit misslang der „Sbornaja“ die geplante Wiedergutmachung für das im Hinspiel erlittene 1:7-Debakel.

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