Portugal spielt gegen Deutschland
Zidane schießt Frankreich ins Finale

Frankreich hat sich mit einer starken defensiven Leistung in das WM-Finale gekämpft und trifft in Berlin auf den dreimaligen Weltmeister Italien. Portugal wusste nur phasenweise zu überzeugen.

HB MÜNCHEN. Vieles erinnerte an alte Zeiten, an diesem heißen Sommerabend in München. Da spielten die Portugiesen, die 1966 bei der Weltmeisterschaft in England Dritter geworden waren, um den Einzug ins Finale. Vater ihres größten Erfolgs war damals ein Brasilianer: Trainer Otto Gloria. Wie 2006: Mit Luiz Felipe Scolari saß wieder ein Brasilianer auf der Trainerbank. Sein 13. WM-Spiel in Folge ohne Niederlage sollte das Spiel gegen die Franzosen werden. 2002 hatte Scolari sein Heimatland Brasilien zum WM-Titel geführt.

Vor 40 Jahren spielte bei den Portugiesen zudem der eingebürgerte Angolaner Eusebio eine herausragende Rolle, wurde Torschützenkönig des Turniers. In diesem Jahr ist es der frühere Brasilianer Deco, der neben Luis Figo der wichtigste Spieler der Südeuropäer ist.

Auf der anderen Seite spielten die Franzosen, die einzige Mannschaft, in deren Reihen Weltmeister mit von der Partie waren. Erinnerungen an 1998 wurden wach, denn gleich fünf Spieler der Startaufstellung hatten damals in Paris den Weltpokal gewonnen: Torhüter Fabien Barthez, Verteidiger Liliam Thuram, die Mittelfeldspieler Patrick Vieira und Zinedine Zidane sowie Stürmer Thierry Henry.

Sollten es diese Spieler von Raymond Domenech wieder ins Endspiel schaffen? Oder brachte Scolari das Kunststück fertig, mit zwei verschiedenen Mannschaften das Finale zu erreichen?

Die Antwort auf diese Fragen deutete sich bereits in der ersten Halbzeit an: Nach dem Führungstor in der 33. Minute, einem Elfmeter, verwandelt von Zidane, dem Altmeister auf Abschiedstour. Den Rückstand konnten die Portugiesen letztendlich nicht mehr wett machen und schieden mit 0:1 (0:1) im spielerisch sehr guten Halbfinale aus. Damit sind sie am Samstag in Stuttgart (21 Uhr) Gegner der deutschen Nationalmannschaft im Spiel um Platz drei.

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